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Startseite»Nachrichten»Ärger vor Mbappés Elfer: Warum flog Marokkos Diop nicht vom Platz?
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Ärger vor Mbappés Elfer: Warum flog Marokkos Diop nicht vom Platz?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ärger vor Mbappés Elfer

Warum flog Marokkos Diop nicht vom Platz?

09.07.2026 | 23:30 Uhr

Frankreich ist im WM-Viertelfinale gegen Marokko drückend überlegen. Mitte der ersten Hälfte bietet sich die ganz große Chance zur Führung, doch Superstar Mbappé scheitert. Zuvor kommt es zu einer umstrittenen Aktion.

Frankreich und Marokko kämpfen um den Einzug ins Halbfinale der Fußball-WM. Tore fallen in der ersten Hälfte nicht, auch wenn der große Titelfavorit Frankreich eindeutig den Ton angibt. Wohl aber gibt es in der 25. Minute einen großen Aufreger – aber keinen Platzverweis. Zurecht?

Frankreichs Superstar Kylian Mbappé rauscht in den Strafraum der Afrikaner und wird dort vom ehemaligen Bayern-Profi Noussair Mazraoui abgeräumt. Schiedsrichter Facundo Tello aus Argentinien zeigt sofort auf den Punkt.

Almiron flog vom Platz

Doch bevor Mbappé zum Strafstoß antreten kann, wird die Entscheidung gecheckt – und während alle auf die Bestätigung warten, unterhalten sich Frankreichs Ousmane Dembélé und der Marokkaner Issa Diop.

Zunächst umarmen sich beide freundschaftlich, dann sagt der in Frankreich geborene Diop dem Weltfußballer etwas und hat dabei das Trikot vor dem Mund. Eine Aktion, für die bei der laufenden WM schon jemand vom Platz geflogen ist.

Eine zur WM eingeführte Regel sieht vor, dass Spieler, die den Mund mit Hand oder Trikot bedecken, vom Platz fliegen – so wie es dem Paraguayer Miguel Almiron in der Vorrunde nach einem offensichtlichen Disput mit seinem türkischen Gegenspieler Mert Müldür passiert ist. Allerdings war der Situation eine Schubserei vorausgegangen.

Diop kam nun ungestraft davon, denn im Sinne der Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) soll nur ein Spieler vom Platz fliegen, „der in einer konfrontativen Situation mit einem Gegenspieler den Mund bedeckt.“

„Wenn sie sich mit Freunden unterhalten …“

FIFA-Schiri-Boss Pierluigi Collina hatte vor WM-Start noch einmal präzisiert: „Die Spieler dürfen ihren Mund weiterhin mit dem Arm und dem Trikot bedecken, wenn sie sich mit Freunden unterhalten“, sagte der Italiener laut BBC. Die Regel war vor der Weltmeisterschaft eingeführt worden, um insbesondere rassistischen Beleidigungen einen Riegel vorzuschieben.

So hatte Diop Glück, dass Dembélé die Versuche, für ein bisschen Unruhe vor dem Elfmeter zu sorgen, mit einem Lächeln quittierte. Die Situation, die potenziell einen Platzverweis hätte wert sein können, wurde dennoch im Hintergrund gecheckt und hatte bittere Konsequenzen – allerdings für Frankreich: Wegen des Checks musste Mbappé ewig warten und scheiterte schließlich mit einem kläglichen Versuch an Marokkos Torwart Bono.

„Für mich ist das ein Witz, dass der Mbappé vor dem Elfmeter so lange warten musste“, wütete ARD-Experte Bastian Schweinsteiger angesichts der mehrminütigen Wartezeit zwischen Pfiff und Ausführung.

Nach der Halbzeit machte es Mbappé dann besser: Der Profi von Real Madrid brachte sein Team nach rund einer Stunde mit einem herrlichen Schlenzer doch noch mit 1:0 in Führung. In der 66. Minute legte Ousmane Dembélé mit dem 2:0 nach.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter

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