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Auch Friedrich Merz?: Bericht: Erdogan schenkt seinen Nato-Gästen Revolver mit scharfer Munition

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Auch Friedrich Merz? Bericht: Erdogan schenkt seinen Nato-Gästen Revolver mit scharfer Munition

Verteilt gerne Gastgeschenke: der türkische Staatspräsident Erdogan. (Foto: picture alliance / Anadolu)

In der Türkei treffen die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten zu ihrem alljährlichen Gipfel zusammen. Für alle Teilnehmer gibt es dort offenbar ein Geschenk ihres Gastgebers: einen Revolver mit scharfer Munition. Mindestens eine der Waffen muss aber in der Türkei zurückbleiben.

Der türkische Präsident Recep Tayip Erdogan hat den Nato-Gipfel in Ankara offenbar auch genutzt, um seinen Gästen ein Geschenk zu überreichen. Jeder der teilnehmenden Staats- und Regierungschefs erhielt einen personalisierten Revolver mit scharfer Munition, berichtet die „Financial Times“. In die Waffe soll der Name des Beschenkten eingearbeitet gewesen sein. Zu den anwesenden Regierungschefs zählten unter anderem auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz oder US-Präsident Donald Trump.

Der türkische Staatspräsident verteilte zu seinem Geschenk auch entsprechende Ausfuhrbescheinigungen für die Handfeuerwaffen. Die Dokumente seien bereits mit den Namen des jeweiligen Staats- oder Regierungschefs ausgefüllt gewesen, heißt es in dem Bericht.

Öffentlich wurde der Vorgang offenbar durch den britischen Premierminister Keir Starmer, der Journalisten auf seinem Rückflug nach Großbritannien von dem Vorgang berichtete. Starmer ließ seinen Revolver und die Munition in der Türkei zurück. Diese sollen vernichtet werden. Die Einfuhr einer solchen Waffe nach Großbritannien wäre gesetzeswidrig, heißt es.

Großbritannien hat sehr strenge Gesetze hinsichtlich der Einfuhr und des Besitzes privater Handfeuerwaffen. Dieses weitgehende Verbot wurde im Vereinigten Königreich im Nachgang eines verheerenden Amoklaufs in einer Schule im Jahr 1996 eingeführt, bei dem 17 Personen starben.

Ob Bundeskanzler Friedrich Merz das Waffengeschenk annahm und er die Waffe nach Deutschland einführte, ist nicht bekannt. Das Bundespresseamt reagierte bisher nicht auf eine entsprechende Anfrage zum Umgang mit dem Revolver.

Quelle: ntv.de, lme

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