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Aus für milliardenteure F126: TKMS will neuen Fregatten-Typ 2029 an Bundeswehr ausliefern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Aus für milliardenteure F126TKMS will neuen Fregatten-Typ 2029 an Bundeswehr ausliefern

Ein Schiff vom Typ MEKO A-200 wurde 2024 bereits an Südafrika ausgeliefert. (Foto: picture-alliance / dpa)

Das Verteidigungsministerium stoppt das Fregattenprojekt F126. Stattdessen baut TKMS einen anderen Schiffstyp in Schleswig-Holstein. Damit will Minister Pistorius Zeit und Geld sparen.

Der Kieler Marineschiffbauer TKMS will 2029 die erste Fregatte vom Typ Meko A-200 DEU wie geplant 2029 an die Marine ausliefern. „Die Ankündigung im ersten Schritt vier Schiffe zu beschaffen und optional um vier weitere zu erweitern, öffnet die Perspektive die deutsche Werftenindustrie einzubinden“, sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard. „Wir sind offen für Gespräche mit unseren Industriepartnern.“

„TKMS hat bereits im Februar mit den Vorarbeiten begonnen“, sagte Burkhard. Die Werft können einen international erprobten, kosteneffizienteren und skalierbaren Schiffstyp liefern.

Zuvor war das Aus für das milliardenteure Rüstungsprojekt F126 bekannt geworden. Das zunächst als Generalunternehmer beauftragte niederländische Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) habe demnach zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen nicht einhalten können, so das Verteidigungsministerium. Die erste Fregatte mit einer sogenannten Anfangsbefähigung hätte Mitte 2028 geliefert werden sollen. Die folgenden fünf Schiffe bis 2033. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.

Fregatten-Zeitplan geriet ins Stocken 

Zunächst hatten sich die Kosten des im Jahr 2020 gestarteten Fregattenprojektes auf rund 10 Milliarden Euro belaufen sollen. Inzwischen sind Kosten von rund 2,3 Milliarden Euro entstanden. Nun wurde laut Ministerium für den Fall einer Fortführung des Projektes unter anderem Dach festgestellt, dass der Gesamtfinanzbedarf dann auf mehr als 18 Milliarden Euro ansteigen würde.

Das Ministerium verwies zudem auf die bereits im März getroffene Entscheidung, nun acht Fregatten des Typs Meko A-200 DEU – primär für die seegestützte U-Boot-Jagd bestimmt – zu beschaffen. Dies sei innerhalb der Nato von höchster Relevanz und nationaler Schwerpunkt Deutschlands.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen betonte, „wir nehmen die Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung zur Kenntnis und freuen uns, einen wichtigen Beitrag für die Stärkung der Deutschen Marine leisten zu können“. Das stärke die Standorte in Schleswig-Holstein, aber eben auch die gesamte Industrie an der Küste. „Zeit ist der kritische Faktor. Der war mit der jetzigen Planung der 126 und vier Jahren Verzug nicht mehr gewährleistet.“

TKMS und der Rüstungskonzern Rheinmetall bieten für die Marinewerft German Naval Yards, die zur französischen Gruppe CMN Naval gehört. Die Werft baut große Marineschiffe wie Fregatten und Korvetten, aber auch hochseetaugliche Jachten. Beide Marinewerften teilen sich eine Fläche und gehörten lange Zeit zusammen. Sie sind aus der früheren Traditionswerft HDW (Howaldtswerke-Deutsche Werft AG) hervorgegangen, deren Ursprünge bis 1838 zurückreichen. Der ehemalige HDW-Überwasser-Schiffbau wurde ausgegliedert und firmiert unter German Naval Yards.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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