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Startseite»Nachrichten»Belastung von Beitragszahlern: SPD-Fraktion stellt sich gegen zentrale Punkte der GKV-Reform
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Belastung von Beitragszahlern: SPD-Fraktion stellt sich gegen zentrale Punkte der GKV-Reform

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Belastung von BeitragszahlernSPD-Fraktion stellt sich gegen zentrale Punkte der GKV-Reform

Wenn es nach Dagmar Schmidt geht, werden im Bundestag noch weitreichende Änderungen am Sparpaket von Gesundheitsministerin Warken durchgesetzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung sieht Anstrengungen für alle Bereiche des Gesundheitssystems vor. Auch den Beitragszahlern sollen einschneidende Veränderungen zugemutet werden – doch das will die SPD im Bundestag offenbar verhindern.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich gegen zentrale Einigungen der GKV-Reform ausgesprochen. „Die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dürfen nicht immer weiter belastet werden“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Dagmar Schmidt, t-online. „Gute Gesundheitsversorgung darf nicht vom Geldbeutel abhängen, das gilt für Familien mit der beitragsfreien Mitversicherung, für die zahnmedizinische Versorgung und für höhere Zuzahlungen. Solche Leistungskürzungen lehnen wir ab“, fügte sie hinzu.

Im parlamentarischen Verfahren stehe noch viel Arbeit an, erklärte Schmidt. Deutschland habe eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, gleichzeitig sei die Versorgungsqualität in vielen Bereichen nur mittelmäßig. Dieses System hätten die Beitragszahler bereits mit Milliardenbeträgen finanziert. Das Problem liege nicht auf der Einnahmeseite, sondern auf der Ausgabenseite. „Es muss darum gehen, die vorhandenen Mittel besser einzusetzen, Kosten wirksam zu begrenzen und die Versorgung spürbar zu verbessern.“

Schmidt sagte weiter, es brauche nun „echte Strukturreformen, die Ausgaben und Versorgungsqualität wieder stärker zusammenbringen“. Der Maßstab dabei bleibe, dass die gesetzliche Krankenversicherung solidarisch, verlässlich und gerecht bleibe. „Entscheidend sind Reformen bei der Krankenhausversorgung, der Notfallversorgung, der besseren Steuerung im System, damit Bürgerinnen und Bürger schneller Termine bekommen, wenn sie einen brauchen.“

Die Reform sieht eine Reihe von Einschnitten für Versicherte vor: Die Zuzahlung für Medikamente in der Apotheke steigt, die kostenlose Mitversicherung von Familien wird eingeschränkt, und Besserverdienende müssen künftig auf einen höheren Anteil ihres Einkommens Krankenkassenbeiträge zahlen.

Das nicht nur in der Ärzteschaft, sondern auch bei Krankenhäusern und Pharmaindustrie umstrittene GKV-Sparpaket war in der vergangenen Woche vom Bundeskabinett beschlossen worden. Die Einsparungen sollen allein im nächsten Jahr ein Volumen von 16,3 Milliarden Euro umfassen. Ziel ist es, die Beitragssätze stabil zu halten. Voraussichtlich Mitte Juni soll der Gesetzentwurf nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den Bundestag zur Beratung kommen und noch vor der Sommerpause beschlossen werden.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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