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Startseite»Politik»Bundeskabinett beschließt Rentenerhöhung ab Juli
Politik

Bundeskabinett beschließt Rentenerhöhung ab Juli

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.04.2026 • 17:16 Uhr

Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sollen ab Juli höhere Bezüge erhalten. Darauf hat sich die Bundesregierung geeinigt. Mit Blick auf die anstehende Reform zeigt sich Kanzler Merz offen für eine Änderung beim Rentenalter.

Die Rentenbezüge in Deutschland sollen zum 1. Juli um 4,24 Prozent steigen. Das Bundeskabinett beschloss dafür eine Verordnung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas.

Grundlage der jährlichen Anpassung ist die Entwicklung der Löhne und Gehälter. In die Berechnung fließen vor allem die allgemeine Lohnentwicklung ein, aber auch die Entwicklung der Sozialabgaben, die Arbeitnehmer und Rentner zahlen. „Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung“, sagte die SPD-Politikerin Bas. Der Bundesrat muss der Erhöhung noch zustimmen.

Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren würde die Anhebung laut Arbeitsministerium ein monatliches Plus von 77,85 Euro bedeuten. Die Renten steigen damit erneut stärker als die Inflation, die durch gestiegene Energiepreise als Folge des Iran-Krieges aktuell bei 2,9 Prozent liegt.

Bas: „Ordentliche Renten sind kein Luxus“

Arbeitsministerin Bas sprach von einer „guten Nachricht“ für die mehr als 21 Millionen Renterinnen und Rentner im Land. Mit der spürbaren Anpassung komme „die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck“, fuhr sie fort: „Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.“

Aktuell arbeitet eine Rentenkommission der Bundesregierung an Vorschlägen für eine größere Reform. Darin vertreten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Mitglieder der Koalitionsfraktionen. Konkrete Ideen sollen voraussichtlich Ende Juni vorliegen.

Merz offen für Änderungen beim Rentenalter

Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich offen für Änderungen beim Renteneintrittsalter in Deutschland. Das Rentenalter an die Beitragsjahre zu koppeln, sei „ein Element einer Rentenversicherung, das ich mir vorstellen kann“, sagte der CDU-Vorsitzende dem Spiegel.

Auf die Frage, ob das gesetzliche Rentenalter über 67 hinaus steigen sollte, sagte Merz jedoch, er wolle sich nicht an Geburtsdaten festhalten. „Entscheidend sind die Beitragsjahre und nicht das Lebensalter.“

Das gesetzliche Rentenalter automatisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, betrachtete Merz skeptisch. „Das würde dann ein statisches Renteneintrittsalter bedeuten: Ob das nun so viel klüger ist, da würde ich Fragezeichen setzen“, so der Kanzler. Er wolle aber keine Details der Rentendebatte vorwegnehmen, sagte Merz, und verwies auf den Bericht des zuständigen Gremiums.

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