Coach völlig irritiert
DR Kongo verabschiedet sich mit trauriger Nachricht von der WM
02.07.2026 | 07:54 Uhr
Die DR Kongo begeistert die Fans in der Heimat bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen England wird eine traurige Nachricht bekanntgegeben.
Die Pressekonferenz der Demokratischen Republik Kongo nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale ist mit einer traurigen Nachricht zu Ende gegangen. „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Trainer seinen Vater verloren hat. Unser aufrichtiges Beileid“, sagte ein Sprecher im Anschluss an das bittere 1:2 gegen England.
Nationaltrainer Sébastien Desabre, der neben ihm saß, wirkte für einen Moment irritiert, guckte seinen Sprecher mit einem bösen Blick an und bedankte sich dann knapp. Danach verließ er das Podest. Die Pressekonferenz war beendet. Weitere Informationen zu der Bekanntgabe lagen zunächst nicht vor. Laut des Radio-Senders „Top Congo FM“ soll der 49 Jahre alte Desabre nach dem Spiel von der schrecklichen Nachricht erfahren haben.
Mit der DR Kongo hatte der Franzose in den vergangenen Tagen eine höchst erfolgreiche WM gespielt – die von der Ebola-Krise gezeichnete Nation hatte sich erstmals für die K.o.-Runde qualifiziert. Dort waren England und vor allem Harry Kane am Ende zu stark.
Kongos Torwart lässt England verzweifeln
Mit einem späten Doppelpack (75./86.) drehte der Torjäger von Bayern München das spektakuläre Duell. „Es fühlt sich großartig an, es war ein verrücktes Spiel. Ihr Torwart hat einige unglaubliche Bälle gehalten, aber man muss weitermachen. Es gibt richtig heldenhafte Momente – und für mich war es so ein Tag“, sagte Kane.
Vor Kanes Treffern waren die Engländer lange an Kongos überragendem Torwart Lionel Mpasi verzweifelt, Brian Cipenga (7.) hatte die Zentralafrikaner in Führung gebracht. Ein Aus in der Runde der letzten 32 wäre das schlechteste WM-Abschneiden des Fußball-Mutterlandes, das seit 1966 auf einen WM-Triumph wartet, seit dem Scheitern in der Vorrunde vor zwölf Jahren in Brasilien gewesen
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa
