Das Bier ist alle
Schottische Fußball-Fans trinken Boston leer
18.06.2026 | 07:27 Uhr
Obacht, Bier-Notstand: In Boston wird der Gerstensaft knapp. Schuld daran sind die trinkfreudigen schottischen WM-Fans. Von den Pubs gibt es aber ein Extralob.
Als Fußball-Regel muss man festhalten: Schottische Fans sind eine Bereicherung für Turniere. Die oft mit Kilts gekleideten Anhänger sorgen für viel Gesang (plus Dudelsack-Töne) und gute Laune. Das ein oder andere Bier geht ebenfalls durch die Hände und über die Theke.
So auch in Boston. In der amerikanischen Ostküstenmetropole feierte Schottland nach 28 Jahren sein WM-Comeback. Videos von den Feierszenen in der Stadt gingen um die Welt. Auf Booten, in Pubs, vor und im Stadion. Die Schotten waren überall zu hören und sehen. Rund 30.000 sollen Berichten zufolge für das WM-Spiel nach Boston gereist sein. Schon bei der EM 2024 in Deutschland hatten die Anhänger für prächtige Stimmung gesorgt. Und der Bierkonsum überstieg die Vorstellungskraft zumindest der örtlichen Bars und Pubs.
Der Brauereikonzern Boston Beer Co. teilte mit, dass am vergangenen Wochenende im Brauhaus Taproom das hauseigene Boston Lager ausverkauft war. In einem Statement heißt es, dass die Tartan Army von Donnerstag bis Sonntag viermal so viel getrunken habe, wie das Unternehmen normalerweise während eines typischen viertägigen Feiertagszeitraums wie dem 4. Juli (Unabhängigkeitstag der USA) vorrätig habe. Das Unternehmen teilte ferner mit, dass gar eine Notlieferung an Bier her musste, um den Vorrat wieder ansatzweise aufzufüllen. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagte Billy DeCain vom Sam Adams Boston Taproom zu NBC Boston.
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Die White Bull Tavern berichtete ebenfalls vom Bier-Notstand: „Uns ist alles ausgegangen“, sagte ein Mitarbeiter. Für die WM-Anhänger gab es ein Extralob: „Die Fans waren einfach unglaublich. Sie sind großartig – sie haben Spaß, trinken, feiern – und genießen die Zeit in vollen Zügen.“
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Auch die Hennessy’s Bar berichtet von einem Konsum, der dreimal stärker sei als am Feiertag St. Patrick’s Day. „In 30 Jahren haben wir so etwas noch nicht erlebt, erklärte die Chefin Noelle Somers dem „Boston Globe“.
No Scotland, no Party
Auch sportlich gesehen war der Trip nach Boston ein Erfolg. Schottland gewann die zähe Auftaktpartie gegen Haiti mit 1:0. Ein abgefälschter Schuss von John McGinn (29.) brachte die Entscheidung. Einen Tag später kaperten die Schotten auch den Fenway Park, das legendäre Stadion der Boston Red Sox. Dort wurden dann einige Fußballklassiker angestimmt und die amerikanischen Fans mit europäischer Fußballkultur konfrontiert.
Die gute Nachricht für Boston: Die Fans sind weit in der Stadt. Am Freitag trifft Schottland in Boston auf Marokko. Es wird der nächste Stresstest für alle Bierausschenker.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc
