DFB-Verteidiger mit Traumtor
Übermächtiges PSG knackt Real-Rekord und schreibt CL-Geschichte
Es ist eine Machtdemonstration vom Titelverteidiger: Paris St. Germain schießt sechs Tore gegen den FC Villarreal und löscht gleich zu Beginn einen Rekord von Real Madrid aus den Geschichtsbüchern. Fast schon historisch ist auch der verrückte Sieg von Manchester United.
Nationalspieler Yann Aurel Bisseck hat den italienischen Meister Inter Mailand mit seinem ersten Champions-League-Tor zum Sieg geführt. Der gebürtige Kölner traf beim 3:0 (2:0) bei Feyenoord Rotterdam zum 1:0 und hatte damit großen Anteil am zweiten Inter-Sieg in der Königsklasse in Folge. Der 25 Jahre alte Abwehrspieler hofft, am Donnerstag von Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehende Länderspiele in der Nations League nominiert zu werden.
Bisseck drehte sich im Sechzehner um seinen Gegenspieler herum und vollstreckte mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß im linken unteren Eck (7.). Pio Esposito (34.) und Piotr Zielinski (54.) erhöhten für den Favoriten. Bei Feyenoord stand der frühere Herthaner und Bochumer Tjark Ernst im Tor.
PSG mit sechs Toren
Den vierten Sieg im vierten Spiel feierte der übermächtige Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Zwei Wochen nach dem prestigeträchtigen 4:2-Erfolg gegen Hansi Flicks FC Barcelona setzte sich der französische Meister mit 6:0 (4:0) beim FC Villarreal durch. Das Spiel war dabei schon nach dem 4:0 in der 17. Minute entschieden – schneller führte nie ein Team in der Champions-League-Geschichte mit vier Toren.
Den Rekord hatte bis dahin Real Madrid gehalten. Die Königlichen hatten in der Saison 2011/12 aber „erst“ in der 20. Minute das 4:0 gegen Dinamo Zagreb erzielt. Damals gab es einen 6:2-Erfolg für Real. Noch deutlicher machte es nun PSG. Die Pariser sind bisher das einzige Team mit der perfekten Ausbeute von zwölf Punkten.
Barcelona siegte mit 3:0 (1:0) gegen Aston Villa, das die erste Saisonniederlage in der Königsklasse hinnehmen musste. Vor den Augen von Aston-Villa-Fan Prince William und seinem Sohn Prince George bestrafte Barca-Stürmer Lamine Yamal (7.) früh einen Fehler der Gäste im Spielaufbau. Nach der Pause gelang Raphinha (55./64.) ein Doppelpack, der zweite Treffer des brasilianischen Nationalspielers wurde sehenswert von Joao Cancelo per Außenristpass vorbereitet. Bei Villa wurde Leon Goretzka in der 62. Minute eingewechselt, er hatte dann sogar noch die Chance zum Anschlusstreffer, sein Kopfball ging aber knapp am Tor vorbei.
Cunha erst mit Doppelpack dann mit Gelb-Rot
Derweil legte der kriselnde englische Rekordmeister Manchester United eine starke Aufholjagd hin – und versetzte die Fans in Ekstase. Die Red Devils gewannen gegen die AS Rom mit 3:2 (0:2) und gewannen damit nach neun sieglosen Spielen erstmals seit dem 10. September wieder. Dabei machten sie ein zwischenzeitliches 0:2 wett. Früh hatten Matias Soulé (11.) und Donyell Malen (17.) die Roma in Führung gebracht. Doch dann traf erst Bruno Fernandes (58.) per Foulelfmeter – im zweiten Versuch. Den ersten hatte Roms Torhüter Devis Vasquez gehalten – er ist eigentlich nach Svilar und Gollini nur der dritte Keeper im Kader. Weil aber einige Spieler zu früh in den Strafraum gestartet wraen, wurde der Elfmeter wiederholt und diesmal blieb Fernandes cool.
Ganz spät schlug dann die Stunde von Matheus Cunha. Der frühere Herthaner und Leipziger traf doppelt (83./86.) und drehte das Spiel. Weil er sich nach seinem Führungstreffer erst das Trikot vom Leib riss und dann zu den Fans auf die Tribüne stürzte um zu feiern, bekam er Gelb. Wenige Minuten später senste er dann auch noch einen Gegenspieler wüst um – und sah folgerichtig Gelb-Rot (90.+1). In Unterzahl verteidigte Manchester den Sieg.
Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa/sid
