Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen, dabei wurden laut Behörden auch ein Wohngebäude und ein Einkaufszentrum getroffen. Mehrere Menschen seien verletzt worden.
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär erneut massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen waren laut Reportern in der Nacht im Zentrum der Stadt zu hören.
Der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen. Demnach kam es zu mehreren Bränden, mindestens sieben Menschen seien verletzt worden. Laut der Militärverwaltung wurden auch ein Wohngebäude und ein Einkaufszentrum getroffen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Die ukrainische Armee verstärkte ihre Drohnenangriffe auf Russland zuletzt deutlich. Bei Angriffen auf zwei Logistikzentren in Russland wurden nach Behördenangaben vom Samstag insgesamt acht Menschen getötet. Infolge russischer Angriffe meldete auch die ukrainische Hafenstadt Odessa mindestens zwei Tote.
Selenskyj reagiert auf Proteste
Unterdessen kam es in der Ukraine erneut zu Protesten gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Als Reaktion deutete Präsident Wolodymyr Selenskyj Veränderungen in der Armeeführung an. „Es gab gestern und heute viele Beratungen. Natürlich höre ich, was die Menschen sagen“, sagte Selenskyj am Abend in einer Videobotschaft. Er habe auch „lange“ mit Fedorow und ebenso mit Armeechef Olexander Syrskyj gesprochen. „Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet“, versprach Selenskyj, ohne Details zu nennen.
