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Startseite»Nachrichten»Erste Evakuierte kehren zurück: Tödlicher Waldbrand in Südspanien weitgehend unter Kontrolle
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Erste Evakuierte kehren zurück: Tödlicher Waldbrand in Südspanien weitgehend unter Kontrolle

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Erste Evakuierte kehren zurück Tödlicher Waldbrand in Südspanien weitgehend unter Kontrolle

Rund 500 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa/Plan Infoca/Europapress)

In Andalusien kämpfen seit Tagen Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer gegen die Flammen. Nun gibt es bei der tödlichen Brandtragödie erstmals Entwarnung: Das Feuer ist unter Kontrolle. Doch die Suche nach weiteren Opfern dauert an.

Der verheerende Waldbrand mit mindestens zwölf Todesopfern im Süden Spaniens breitet sich nicht weiter aus. Die Lage rund um das Feuer sei inzwischen stabilisiert worden, teilte der Regierungschef der betroffenen Region Andalusien, Juanma Moreno, mit. Die Löscharbeiten würden durch deutlich schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt.

Im betroffenen Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería sind weiterhin rund 500 Feuerwehrleute, Soldaten und andere Helfer im Einsatz. Man will den Brand schon in den nächsten Stunden komplett unter Kontrolle bringen. Insgesamt wurden nach amtlichen Angaben 7000 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört. Es handelt sich um einen der tödlichsten Waldbrände in der neueren Geschichte Spaniens.

Die Suche nach möglichen weiteren Opfern geht weiter. Einsatzkräfte und Freiwillige durchkämmten das Brandgebiet erneut, während Soldaten der militärischen Nothilfeeinheit UME zusammen mit der Polizeieinheit Guardia Civil abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüften. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen stieg zuletzt auf acht. Die Behörden sprechen aber weiterhin von 23 Menschen, die von Angehörigen oder Bekannten vorübergehend als nicht auffindbar gemeldet worden seien.

„Rückkehr zur Normalität“

Der Brand hatte sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Minute ausgebreitet. Einige der Todesopfer hatten sich den Behördenangaben zufolge nicht an die Anordnungen gehalten, auf welchem Weg sie aus dem Brandgebiet fliehen oder wo sie Schutz suchen sollen, wenn eine Flucht nicht mehr möglich ist.

Aufgrund der positiven Entwicklung durften inzwischen rund 600 zuvor evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Eine „Rückkehr zur Normalität“ sei unter Beachtung äußerster Vorsicht möglich, erklärte die Regionalregierung von Andalusien. Die übrigen rund 1000, die in den ersten Stunden des Feuers am Donnerstagabend ihre Häuser verlassen mussten, sind weiterhin unter anderem in Wohnungen von Angehörigen oder in Hotels untergebracht. Sie sollen aber ebenfalls bald wieder nach Hause dürfen.

Ursache des verheerenden Brandes war womöglich eine abgerissene Stromleitung, die in ausgetrocknete Vegetation fiel. Der spanische Justizminister Félix Bolanos sprach von einem „nie da gewesenen Ausmaß“. Dies sei „eindeutig eine Folge des Klimanotstands, in dem sich die Welt befindet“, sagte er im Brandgebiet vor Journalisten. Spanien ist stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen, was Brände begünstigt.

Wohl Ausländer unter den Toten

Aufgrund verschiedener Indizien gehen die Behörden davon aus, dass unter den Toten mehrere Briten und Belgier sind. Die genetischen Profile aller Opfer liegen nach Angaben der zuständigen Polizeieinheit inzwischen vor. Eine Identifizierung steht demnach noch aus, weil Angehörige, deren DNA-Proben zum Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien sind.

Auch eine Französin wurde als vermisst gemeldet. Der französischer Sender TF1 berichtete unter Berufung auf ihren Ehemann, dass sie wahrscheinlich auf der Flucht in ihrem Auto von den Flammen erfasst worden sei. Laut Jérome Navarro waren seine Frau und er gerade erst in ihrem Ferienhaus angekommen. „Ich sagte zu meiner Frau: ‚Schnell weg, lass alles hier.‘ Und während ich das sagte, wurde ich von einem Feuerball eingeschlossen. Ich konnte entkommen, weil ich weggelaufen bin.“ Er habe daraufhin den Kontakt zu seiner Frau verloren und keine Hoffnung mehr, sie wiederzusehen, sagte er.

„Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend“, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz am Samstag im Onlinedienst X. Er sprach dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez seine Anteilnahme aus und wünschte den vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer, dass sie „Trost finden“. Für Montag kündigte Sánchez einen Besuch in dem Katastrophengebiet an.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa

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