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Faktencheck: Gabbard zu Biolaboren in der Ukraine – kein Beleg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 16, 2026Keine Kommentare11 Minuten Lesezeit
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Aktuell kursieren auf X, Facebook und anderen Plattformen Beiträge über angebliche US-Biowaffenlabore in der Ukraine. Auslöser ist eine Veröffentlichung von Tulsi Gabbard über das Office of the Director of National Intelligence (ODNI), die sie selbst auf X als neue Geheimdienstinformationen zu US-finanzierten Biolaboren präsentierte.

Today, I’m releasing never before seen intelligence revealing new evidence of past US government funding for more than 120 biolabs in over 30 countries, including Ukraine.

In support of President Trump‘s Executive Order to end federal funding of dangerous gain of function… pic.twitter.com/RkPHnAbka9

— DNI Tulsi Gabbard (@DNIGabbard) June 12, 2026

„Heute veröffentliche ich bisher unveröffentlichte Geheimdienstinformationen, die neue Beweise dafür liefern, dass die US-Regierung in der Vergangenheit mehr als 120 Biolabore in über 30 Ländern, darunter auch in der Ukraine, finanziell unterstützt hat.

Zur Unterstützung von Präsident Trumps Exekutivverordnung, die darauf abzielt, die Bundesfinanzierung gefährlicher Funktionsgewinnforschung weltweit zu beenden sowie Transparenz und Rechenschaftspflicht zu erhöhen, wird das ODNI weiterhin mit Partnern in der gesamten Regierung zusammenarbeiten, um festzustellen, wo sich diese Labore befinden, welche Krankheitserreger sie beherbergen und welche „Forschung“ dort betrieben wird.“

Übersetzung des X-Beitrags von Tulsi Gabbard am 12. Juni 2026

Die entscheidende Einordnung: Gabbard veröffentlichte nicht nur Dokumente, sie lieferte auch eine politische Deutung dazu. Ihre Unterlagen belegen US-Unterstützung für ukrainische Labore, Erregerlagerung, Ausbildung und Infrastruktur. Sie belegen aber kein geheimes US-Biowaffenprogramm und keine Bestätigung russischer Vorwürfe.

Nichtsdestotrotz stellen dies viele Beiträge in sozialen Medien als angeblichen Beweis für geheime US-Biowaffenlabore in der Ukraine dar.

"US-finanzierte BIOWAFFEN-LABORE", "US Biowaffenforschung in der Ukraine" | Screenshots Facebook
„US-finanzierte BIOWAFFEN-LABORE“, „US Biowaffenforschung in der Ukraine“ | Screenshots Facebook

Doch diese Schlussfolgerung geht deutlich über das hinaus, was die Dokumente zeigen.

Gabbard zündelt selbst mit

Gabbard schrieb auf X, sie veröffentliche bisher nicht gesehene Geheimdienstinformationen über frühere US-Regierungsfinanzierung für mehr als 120 Biolabore in über 30 Ländern, einschließlich der Ukraine. Sie stellte die Veröffentlichung außerdem in den Zusammenhang von Präsident Trumps Anordnung, Bundesmittel für gefährliche Gain-of-Function-Forschung weltweit zu beenden.

Das ist nicht nur eine neutrale Aktenfreigabe. Gabbard verbindet die Labore mit gefährlicher Forschung, mangelnder Aufsicht und angeblicher Vertuschung. In der ODNI-Mitteilung heißt es sinngemäß, Informationen über Existenz, Geschichte, Standorte und Finanzierung dieser Labore seien der amerikanischen Öffentlichkeit bewusst vorenthalten worden.

„The information surrounding the existence, history, locations and funding of these US funded biolabs has been intentionally covered up by powerful people falsely, claiming that they do not exist and accusing anyone who says otherwise to be foreign assets and traitors to America.“

„Die Informationen über die Existenz, die Geschichte, die Standorte und die Finanzierung dieser von den USA finanzierten Biolabore wurden von einflussreichen Kreisen bewusst verschleiert, indem fälschlicherweise behauptet wurde, sie existierten nicht, und jeder, der etwas anderes behauptete, als ausländischer Agent und Verräter Amerikas beschuldigt wurde.“

Auszug aus der ODNI Press-Release mit Übersetzung

Was daraus gemacht wird: In sozialen Medien wird Gabbards Darstellung als Eingeständnis gelesen, die USA hätten in der Ukraine nicht nur Biolabore, sondern gar geheime Biowaffenlabore betrieben. Manche Beiträge geben an, Russland hätte mit seinen langjährigen Vorwürfen recht gehabt.

Was es bedeutet: Die viralen Beiträge entstehen nicht aus dem Nichts. Sie greifen Gabbards Rahmung auf und treiben sie weiter. Trotzdem gilt: Eine zugespitzte politische Darstellung ist kein Beleg für biologische Waffen.

Die Folien zeigen Laborunterstützung

Die ODNI-Folien nennen für die Ukraine „over 40 labs built and supported“. Außerdem stehen dort Punkte wie die Lagerung von Erregern aus der Sowjetzeit, US-Training für ukrainische Wissenschaftler in Biocontainment und Zertifizierungen für besonders gefährliche Pathogene. Als Beispiele werden unter anderem Anthrax, Tuberkulose, Schweinepest, Newcastle Disease, MERS, SARS, Marburg, Ebola, Lassa und Pest genannt. 

  • Das steht drin: Die USA haben ukrainische Labore unterstützt. Die Folien nennen Erreger, Sicherheitsstandards, Ausbildung, Laborinfrastruktur, Kosten, Auftragnehmer und Genehmigungen. Unter anderem wird Black & Veatch als Auftragnehmer genannt. 
  • Was daraus gemacht wird: Aus „US-finanzierte Biolabore“ wird online „US-Biowaffenlabore“. Aus der Liste gefährlicher Erreger wird ein angeblicher Beweis für Waffenentwicklung. Aus der Nennung eines US-Auftragnehmers wird der Verdacht eines geheimen Pentagon-Programms.
  • Was es bedeutet: Labore können gefährliche Erreger lagern oder untersuchen, ohne biologische Waffen zu entwickeln. Referenz-, Diagnose- und Sicherheitslabore benötigen Proben, Schutzmaßnahmen und geschultes Personal, um Krankheiten zu erkennen, Ausbrüche zu überwachen und Erreger sicher zu verwahren.

Biolabor heißt nicht Biowaffenlabor

Der zentrale Fehler vieler Beiträge liegt in der Gleichsetzung von „Biolabor“ und „Biowaffenlabor“. Diese Gleichsetzung wird durch Gabbards Wortwahl begünstigt, aber durch die Dokumente nicht belegt.

Ein Biolabor kann ein öffentliches Gesundheitslabor, ein veterinärmedizinisches Labor, ein Referenzlabor oder eine Forschungseinrichtung sein. Auch die Arbeit mit gefährlichen Krankheitserregern ist nicht automatisch illegal oder militärisch. Entscheidend ist der Zweck: Diagnostik, Seuchenüberwachung, sichere Lagerung und Forschung sind etwas anderes als Entwicklung, Produktion oder Einsatzplanung biologischer Waffen.

Die vorliegenden Folien zeigen keine konkrete Waffenentwicklung. Sie zeigen auch keinen Produktionsplan, keine Einsatzplanung, keine militärische Bewaffnung und keinen belastbaren Nachweis für einen Verstoß gegen das Biowaffen-Abkommen.

Gain-of-Function wird nicht nachgewiesen

Gabbard stellt die Veröffentlichung ausdrücklich in den Kontext gefährlicher Gain-of-Function-Forschung. Das ist ein starker Begriff, weil er seit der Corona-Pandemie besonders aufgeladen ist. Gemeint ist Forschung, bei der Krankheitserreger gezielt Eigenschaften gewinnen können, etwa um ihr Verhalten besser zu verstehen. Sie soll helfen, Erreger besser zu verstehen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, gilt aber wegen möglicher Laborrisiken als besonders umstritten.

  • Das steht drin: In den ODNI-Folien werden Laborunterstützung, Erreger, Biocontainment, Ausbildung und Projektstrukturen genannt. Ein konkretes geheimes Gain-of-Function-Programm in der Ukraine wird in den vorliegenden Folien jedoch nicht ausdrücklich nachgewiesen. 
  • Was daraus gemacht wird: Online wird behauptet, Gabbard habe bestätigt, dass in ukrainischen Laboren gefährliche Gain-of-Function-Forschung betrieben worden sei. Teils wird daraus sogar spekuliert, Coronaviren oder Pandemien könnten mit solchen Laboren zusammenhängen.
  • Was es bedeutet: Gabbards Rahmung legt einen Zusammenhang nahe, den die beigefügten Unterlagen nicht tragen. Ohne konkrete Projektbelege, Methodenbeschreibung und fachliche Einordnung bleibt diese Behauptung unbelegt.

Alte Desinformation bekommt neuen Antrieb

Die Behauptung über US-Biowaffenlabore in der Ukraine ist nicht neu. Sie gehört seit Jahren zu den Narrativen, die von russischen und prorussischen Akteuren verbreitet werden. Besonders seit der russischen Invasion 2022 wurde sie genutzt, um die Ukraine und die USA als angebliche biologische Bedrohung für Russland darzustellen.

Gabbards Veröffentlichung belebt genau diesen Erzählrahmen. Sie sagt nicht nur: Es gab US-Unterstützung für Labore. Sie spricht von angeblicher Vertuschung, gefährlicher Forschung und Bedrohung. Damit greift sie zentrale Bausteine eines bekannten pro-russischen Desinformationsnarrativs auf.

Das bedeutet nicht, dass eine Absprache mit Russland belegt wäre. Dafür liegt kein Nachweis vor. Belegbar ist aber: Gabbards Aussagen machen ein seit Jahren verbreitetes Kreml-Narrativ erneut anschlussfähig. Prorussische Medien und Accounts können nun auf eine offizielle US-Veröffentlichung verweisen und daraus eine angebliche Bestätigung machen.

Der Vertuschungsvorwurf führt in die Irre

Ein wichtiger Teil von Gabbards Darstellung ist der Vorwurf, die Existenz, Standorte und Finanzierung dieser Labore seien absichtlich vor der Öffentlichkeit verborgen worden. Auch diese Aussage führt in die Irre, wenn daraus ein geheimes Waffenprogramm abgeleitet wird.

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Dass die USA ukrainische Labore im Bereich Biosicherheit, Diagnostik und Krankheitsüberwachung unterstützten, war bereits früher öffentlich bekannt. Es handelt sich nicht um eine völlig neue Enthüllung, dass es solche Kooperationen gab. Neu ist vor allem die politische Verpackung der Unterlagen.

  • Was daraus gemacht wird: Aus dem Vorwurf mangelnder Transparenz wird die Behauptung einer jahrelangen Vertuschung biologischer Kriegsführung.
  • Was es bedeutet: Kritik an Transparenz, Finanzierung oder Aufsicht kann berechtigt diskutiert werden. Sie beweist aber kein Biowaffenprogramm.

Pathogene sind nicht automatisch Waffen

Besonders stark wirken in den geteilten Beiträgen die Erregerlisten. Namen wie Anthrax, Ebola, Marburg oder Pest erzeugen sofort ein Bedrohungsgefühl. Genau diese Wirkung wird genutzt, um aus Laborarbeit den Eindruck von Waffenentwicklung zu machen.

  • Das steht drin: Die ODNI-Folien sprechen von Erregern aus der Sowjetzeit, von einem Repository für biologische Kampfstoff- und krankheitsverursachende Erreger sowie von Ausbildung in Biocontainment-Laboren. 
  • Was daraus gemacht wird: Daraus wird behauptet, die USA hätten gefährliche Erreger in der Ukraine gesammelt, um sie militärisch zu nutzen oder weiterzuentwickeln.
  • Was es bedeutet: Der Umgang mit gefährlichen Erregern kann Teil öffentlicher Gesundheit, Veterinärmedizin, Diagnostik, Forschung und Biosicherheit sein. Referenzlabore halten Proben vor, damit Erreger im Notfall schnell identifiziert werden können. Ein Vorrat an Erregerproben ist nicht automatisch ein Waffenlager.

Die Karte beweist kein Programm

Teil der Veröffentlichung ist auch eine Karte mit Laborstandorten in der Ukraine. Solche Karten wirken überzeugend, weil sie Orte, Symbole und Sicherheitsstufen zeigen. In sozialen Medien werden sie deshalb häufig als Beweisbild verwendet.

  • Das steht drin: Die Karte ordnet Laborstandorte und Kategorien ein. Die Folien unterscheiden unter anderem Laborfunktionen und Sicherheitsstufen. 
  • Was daraus gemacht wird: Aus einer Karte von Laborstandorten wird der Eindruck eines geheimen Netzes amerikanischer Biowaffenanlagen.
  • Was es bedeutet: Eine Karte zeigt Standorte, nicht den Zweck eines illegalen Programms. Bei Odessa wird zwar ein Symbol für „Biological weapons storage“ gezeigt; der Kontext der Folien verweist aber auf Erreger aus der Sowjetzeit und Referenzlabor-Strukturen. Solche Proben können zur Identifikation gefährlicher Erreger vorgehalten werden. Ein Biowaffenprogramm belegt das nicht.

Der Russland-Schluss ist unbelegt

Die stärkste virale Schlussfolgerung lautet: Russland habe von Anfang an recht gehabt. Genau hier liegt der entscheidende Sprung.

  • Das steht drin: Gabbard und ODNI veröffentlichen Unterlagen zu US-finanzierten oder unterstützten Laboren. In den Folien wird auch erwähnt, dass Russland den USA biologische Waffenarbeit vorgeworfen habe. 
  • Was daraus gemacht wird: Aus der Erwähnung russischer Vorwürfe wird eine Bestätigung dieser Vorwürfe. In manchen Beiträgen heißt es, die USA hätten nun indirekt zugegeben, gegen das Biowaffen-Abkommen verstoßen zu haben.
  • Was es bedeutet: Dass ein Vorwurf erwähnt wird, bestätigt ihn nicht. Die Unterlagen belegen keine Entwicklung, Produktion oder Anhäufung biologischer Waffen in der Ukraine. Sie bestätigen daher auch nicht die russische Erzählung, mit der der Angriffskrieg politisch gerechtfertigt wurde.

Die Ukraine weist den Vorwurf zurück

Die ukrainische Botschaft in den USA veröffentlichte eine Stellungnahme des Außenministeriums und wies die neuen Vorwürfe zurück. Die Kooperation mit den USA diene seit Jahren der öffentlichen Gesundheit, epidemiologischen Überwachung, Labordiagnostik, Biosicherheit und Biosecurity. Die beteiligten Einrichtungen seien Diagnose-, Forschungs- oder Referenzlabore im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Veterinärmedizin oder in anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.

Das Außenministerium betont außerdem, die Ukraine habe nie Aktivitäten zur Entwicklung, Produktion oder Lagerung biologischer Waffen betrieben. Russische Vorwürfe seien bereits im Rahmen der Biowaffenkonvention und im UN-Sicherheitsrat behandelt worden, ohne dass Belege für ein ukrainisches Biowaffenprogramm vorgelegt worden seien.

Comment of the @MFA_Ukraine on regular manipulations surrounding the issue of biological laboratories in Ukraine: „The Ukrainian side has noted another wave of manipulations regarding certain cooperation programs in the field of biosafety and public health in Ukraine.

We once… pic.twitter.com/uXHnKinVUO

— UKR Embassy in USA (@UKRintheUSA) June 13, 2026

Warum die Erzählung funktioniert

Die aktuelle Behauptung wirkt glaubwürdig, weil sie mit echten Elementen arbeitet. Gabbard hat tatsächlich eine Veröffentlichung angekündigt. Es gibt tatsächlich ODNI-Unterlagen. In diesen Unterlagen stehen tatsächlich US-Unterstützung, ukrainische Labore, gefährliche Erreger, Auftragnehmer und Standorte.

Irreführend wird es dort, wo diese echten Elemente überdehnt werden.

  • Aus Finanzierung wird Kontrolle.
  • Aus Biolaboren werden Biowaffenlabore.
  • Aus Erregerlagerung wird Waffenentwicklung.
  • Aus Gabbards politischer Bewertung wird ein angeblicher Beweis.

Deshalb ist die Gegenüberstellung entscheidend: Gabbard hat nicht einfach neutral Dokumente veröffentlicht und wurde dann nur missverstanden. Sie hat die Unterlagen selbst so gerahmt, dass ein bekanntes Desinformationsnarrativ gestützt wirkt. Die Dokumente selbst liefern diesen Beweis aber nicht.

Fazit

Gabbards Veröffentlichung gibt einem alten Kriegsnarrativ neuen Schub. Sie belegt keine US-Biowaffenlabore in der Ukraine, rahmt bekannte Laborunterstützung aber so, dass genau dieser Eindruck entstehen kann. Prorussische Akteure greifen diese Vorlage auf und machen daraus eine angebliche Bestätigung russischer Vorwürfe.

FAQ zum Thema Gabbard und Ukraine-Biolabore

Hat Tulsi Gabbard US-Biowaffenlabore in der Ukraine bestätigt?

Nein. Gabbard veröffentlichte Unterlagen zu US-finanzierten Biolaboren. Die Dokumente belegen Laborunterstützung, aber kein Biowaffenprogramm.

Hat Gabbard die Behauptungen nur ausgelöst oder selbst verstärkt?

Sie hat sie selbst verstärkt. Ihre Aussagen verbinden Laborfinanzierung mit angeblicher Vertuschung, gefährlicher Forschung und Bedrohung, obwohl die Dokumente keinen Biowaffen-Beleg liefern.

Was steht wirklich in den ODNI-Folien?

Die Folien nennen mehr als 40 unterstützte Labore in der Ukraine, Erregerlisten, Biocontainment, Training, Projektkosten und Auftragnehmer. Das zeigt Infrastruktur- und Sicherheitsunterstützung, nicht automatisch Waffenentwicklung.

Belegen die Unterlagen Gain-of-Function-Forschung in der Ukraine?

Nach den vorliegenden Folien nicht konkret. Gabbard stellt diesen Zusammenhang politisch her, die Dokumente weisen aber kein geheimes ukrainisches Gain-of-Function-Programm nach.

MEDIA

X | Tulsi Gabbard

12. Juni 2026

OFFICIAL

Office of the Director of National Intelligence

12. Juni 2026

OFFICIAL

Director of National Intelligence

12. Juni 2026

OFFICIAL

Ministry of Foreign Affairs of Ukraine

13. Juni 2026

MEDIA

X | Embassy of Ukraine in the USA

13. Juni 2026

FACTCHECK

NewsGuard Reality Check

15. Juni 2026

MEDIA

Radio Free Europe/Radio Liberty

12. Juni 2026

FACTCHECK

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Dr. Heinrich Krämer
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