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Startseite»Nachrichten»Flaggen-Verbot gefordert: Irans Sportminister droht der FIFA mit Abbruch von WM-Spielen
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Flaggen-Verbot gefordert: Irans Sportminister droht der FIFA mit Abbruch von WM-Spielen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Flaggen-Verbot gefordert

Irans Sportminister droht der FIFA mit Abbruch von WM-Spielen

Die Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft wird von den politischen Umständen überschattet. Aus der Regierung des Landes kommt nun eine absurde Drohung.

Kurz vor dem WM-Start hat der Iran mit einem Spielabbruch gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. „Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali.

Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen dürfen – und nicht die alte persische Flagge. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3.

Seit Wochen besteht der Iran darauf, dass in den Stadien nur die offizielle Staatsflagge zugelassen wird und nicht die besonders von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit Löwen- und Sonnenemblem. Diese wird auch bei Protestkundgebungen im Ausland verwendet und gilt als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems im Iran. Beobachter bezweifeln, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre.

Krieg mit USA überschattet WM-Teilnahme

Zudem finden zwei der drei Vorrundenspiele des Iran in Los Angeles statt. Dort lebt der Großteil der fast zwei Millionen Menschen umfassenden persischen Diaspora in den USA. Die Stadt wird daher auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Für viele von ihnen bietet die WM die ideale Plattform, um ihren Protest gegen die iranische Führung weltweit sichtbar zu machen.

Weitere News

Überschattet wird die WM-Teilnahme des Iran vom militärischen Konflikt mit den USA. Wegen Einreisebeschränkungen hatte der iranische Verband sein Teamquartier aus dem US-Bundesstaat Arizona ins südlich von San Diego gelegene Tijuana in Mexiko verlegt. Nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko darf die Mannschaft nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen.

Die iranische Auswahl trifft jeweils in Los Angeles am 16. Juni (3 Uhr) auf Neuseeland sowie am 21. Juni (21 Uhr) auf Belgien. Das dritte Vorrundenspiel findet am 27. Juni (5 Uhr) in Seattle gegen Ägypten statt.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa

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