Gänsehaut-Moment
Auftritt im Rollstuhl: Ganzes Stadion feiert verletzten Kanada-Spieler
Im Spiel gegen Katar verletzt sich Ismael Koné bei der WM schwer. Ein paar Tage später ist der Kanadier zurück im Stadion. Als er im Rollstuhl hereinfährt, feiert ihn das ganze Stadion.
Kanadas schwer verletzter Fußballprofi Ismael Koné ist bei der Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver von den Fans emotional begrüßt worden. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich vor sechs Tagen beim deutlichen 6:0 gegen Katar verletzt und wird wegen eines Beinbruchs für die restliche WM nicht mehr zur Verfügung stehen. Koné wurde bereits operiert und wird lange ausfallen.
Gut eine Stunde vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz wurde der Profi des italienischen Klubs US Sassuolo mit einem Rollstuhl in die überdachte Arena geschoben. Koné winkte den Fans aus dem Innenraum zu. Den Platz des Mittelfeldspielers in der Startelf nimmt Nathan Saliba ein.
„Alle konnten hören, wie die Knochen brechen“
„Das ist natürlich eine Top-Geste“, sagte Magenta-Experte Thomas Müller, der die Szene verfolgte. „Er hat auch das letzte Mal schon, ich denke unter Schock stehend, sehr herzlich reagiert.“ Der Weltmeister von 2014 schüttelte dem vorbeifahrenden Koné die Hand und wünschte alles Gute. „Ein toller Moment, sagte Müller zu Konés Empfang in der Arena.
Der Mittelfeldspieler von US Sassuolo war nach dem brutalen Foulspiel zunächst minutenlang auf dem Feld medizinisch betreut und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden. Kanadas Mitspieler bildeten bei der Behandlung auf dem Platz eine Traube um Koné, um zu verhindern, dass die TV-Kameras Nahaufnahmen machen. Nathan Saliba hielt nach dem vierten Tor für Kanada ein Trikot von Koné in die Höhe.
Gegner verletzt Kanadier schwer, Übeltäter reagiert geschockt

„Ismael kann großartige Dinge vollbringen, die kein anderer kann. Er steht für vieles, wofür das Team steht, und ist ein großer Verlust für uns“, hatte Kanadas Trainer Jesse Marsch über den Ausfall von Koné gesagt. Der ehemalige Leipzig-Coach fügte an: „Für ihn ist es gerade sehr hart, aber er hat eine große Zukunft vor sich. Er bleibt ein Teil dessen, was wir hier machen.“
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa
