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Startseite»Politik»Großdemonstration in Madrid gegen spanische Regierung
Politik

Großdemonstration in Madrid gegen spanische Regierung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 23.05.2026 • 17:41 Uhr

Zehntausende Menschen haben in Madrid den Rücktritt von Regierungschef Sánchez gefordert. Bei den Protesten ging es auch um Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Zapatero.

Mit Rufen wie „Das ist keine Regierung, das ist eine Mafia“ und „Sánchez, geh nach Venezuela“ haben Zehntausende Menschen in Madrid den Rücktritt des sozialdemokratischen Regierungschefs Pedro Sánchez gefordert. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich 80.000 Menschen, während die Regierungsvertretung in Madrid die Teilnehmerzahl auf etwa 40.000 schätzte.

Aufgerufen zu der Demonstration in der spanischen Hauptstadt hatte ein Zusammenschluss konservativer und rechter Initiativen. Auch Spitzenpolitiker der konservativen Volkspartei Partido Popular und der rechtsextremen Vox schlossen sich dem Protest an.

Der Protestmarsch blieb weitgehend friedlich, eine kleine Gruppe von Demonstranten versuchte jedoch, die Absperrungen rund um den Moncloa-Palast, den Wohnsitz des sozialistischen Regierungschefs, zu durchbrechen. Fernsehbildern zufolge nahm die Polizei auf der Zufahrtsstraße mehrere maskierte Personen fest.

Hilfe für Airline während Corona-Pandemie?

Hintergrund der Proteste ist eine Reihe von Korruptionsskandalen. Erst am Dienstag hatte ein spanisches Gericht mitgeteilt, dass gegen den ehemaligen sozialistischen Ministerpräsidenten José-Luis Rodríguez Zapatero ermittelt werde.

Ihm wird vorgeworfen, ein Netzwerk zur illegalen Einflussnahme und Geldwäsche angeführt zu haben. Er soll während der Corona-Pandemie bei der Rettung der kleinen, spanischen Fluggesellschaft Plus Ultra seinen politischen Einfluss geltend gemacht und dafür erhaltene Kommissionen über ein Firmennetz verschleiert haben. Die Airline Plus Ultra fliegt vor allem Ziele in Südamerika an – darunter die venezolanische Hauptstadt Caracas.

Die Korruptionsvorwürfe hatten im spanischen Parlament in der vergangenen Woche für hitzige Debatten gesorgt. Zapatero, der als wichtiger Verbündeter des amtierenden Regierungschefs gilt, wies die Vorwürfe zurück. Am 2.Juni soll er vor Gericht aussagen.

Mit Informationen von Julia Macher, ARD Madrid zzt. in Barcelona

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