Wer Urlaub hat, kann sich freuen: Die Temperaturen am Pfingstwochenende werden bundesweit sommerlich – teilweise bis zu 34 Grad Celsius. Laut Deutschem Wetterdienst ist wegen der UV-Strahlung Vorsicht geboten.
Ausflüge, Grillpartys, Eis essen: An Pfingsten genießen viele Menschen das sonnige Wetter. Im Südwesten erinnern die Temperaturen eher an Sommer. Dort werden über die Feiertage bis zu 34 Grad Celsius erwartet. Im Norden werden es 20 bis 25 Grad, direkt an der See bleibt es etwas kühler. Insgesamt hält sich das sommerliche Wetter laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis zum Pfingstmontag.
Entlang des Rheins erwartet der DWD 16 Sonnenstunden. Auch im nicht so sonnenverwöhnten Norden sind noch zehn bis zwölf Sonnenstunden drin. „Was immer also über die Feiertage geplant sein sollte, und dies gilt insbesondere für Outdoor-Aktivitäten: Das Wetter steht dem nicht im Weg“, sagt DWD-Meteorologe Martin Jonas.
In St. Peter-Ording zieht es Strandgäste über die Seebrücke zum Meer.
Das zeigt sich bereits heute an den Stränden und Promenaden von St. Peter-Ording und der Nordseeinsel Sylt. Dort herrschte am Mittag bei strahlender Sonne reges Treiben. Obwohl die Temperaturen unter 20 Grad lagen, wagten sich erste Menschen schon ins Wasser. Häufig blieb es jedoch bei den Füßen.
Viel los ist auch auf der Ostsee-Insel Usedom: Bei Sonne und blauem Himmel sonnten sich viele Menschen am Strand. In den tieferen Lagen der Bayerischen Alpen und im Allgäu starten viele Berghütten an diesem Wochenende in die Sommersaison.
Wetterdienst warnt vor UV-Belastung wie im Juli
Der DWD weist darauf hin, dass bei Werten über 30 Grad Vorsicht geboten ist: Man sollte zu viel Anstrengung vermeiden, ausreichend trinken und direkte Sonnenstrahlung meiden. „Der UV-Index liegt mit sechs bis acht ziemlich hoch, der Sonnenstand entspricht ja auch in etwa dem von Ende Juli“, so Meteorologe Jonas.
Laut DWD dürften sich aber nicht alle Menschen über das Wetter freuen. So könnte der Sonnenschein „Landwirten schon wieder ein paar Sorgenfalten auf die Stirn treiben“.
Freibadsaison startet – Betreiber mit Sorgen
Am Wochenende startet zudem vielerorts die Freibadsaison. Vielen Bädern fehlt es jedoch an Personal und Geld. „Leider ist es so, dass wir immer noch Fachkräftemangel haben“, sagte Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister. Das liege zum einen an den Folgen der Coronazeit, zum anderen daran, dass viele Babyboomer nun in Rente gingen. Dies könne „durch das momentane Ausbildungspotenzial, das wir haben“, nicht aufgefangen werden, sagte Harzheim. Es sei aber eine aufsteigende Tendenz zu erkennen.
Einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 94 Badbetreibern zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorlag, sind die Lücken groß. Anfang Mai war laut VKU nur etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Stellen besetzt. Fast jedes dritte Schwimmbad meldete noch einen zweistelligen Personalbedarf. Jeder zehnte Betreiber gab sogar an, dass mehr als 30 Prozent der Stellen noch offen seien.
Für viele Badegäste dürfte der Personalmangel spürbar werden: Es gebe Bäder, die aufgrund des Personalmangels schließen müssten oder von vornherein zublieben, sagte Harzheim. Auch wegen Geldmangels müssten viele Bäder geschlossen bleiben oder reduziert betrieben werden. Harzheim forderte die Bundes- und Landespolitik auf, die Bäder dauerhaft mehr zu unterstützen.
