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Startseite»Nachrichten»Grüne in Umfrage im Landtag: Schwesig-Aufwind macht Rot-Rot-Grün im Norden wieder möglich
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Grüne in Umfrage im Landtag: Schwesig-Aufwind macht Rot-Rot-Grün im Norden wieder möglich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Grüne in Umfrage im LandtagSchwesig-Aufwind macht Rot-Rot-Grün im Norden wieder möglich

Sozialdemokratin Schwesig will Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern bleiben. (Foto: picture alliance/dpa)

In Mecklenburg-Vorpommern verschieben sich in einer Umfrage wenige Prozent. Die entfalten aber enorme Wirkung. So rutschen aktuell die Grünen wieder in den Landtag. Da zudem die SPD punkten kann, ist ein Dreierbündnis möglich.

Gut zehn Wochen vor der Landtagswahl liegt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern einer neuen Umfrage zufolge immer noch vorn, könnte aber das Nachsehen hinter einem rot-rot-grünen Bündnis haben. Da neben der SPD auch die Grünen leicht zulegen, dürfen beide Parteien zusammen mit den Linken rechnerisch auf eine hauchdünne Mehrheit der Sitze im neuen Parlament hoffen, wie aus der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hervorgeht.

Demnach liegt die AfD unverändert bei 36 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verbesserte sich im Vergleich zur letzten Umfrage des Instituts aus dem Mai um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent. Die Grünen – die in den Umfragen bisher mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde lagen – würden nach der neuen Erhebung um einen Punkt zulegen und wären damit im nächsten Landtag vertreten, der am 20. September gewählt wird.

Zusammen mit den Linken, die im Vergleich zur letzten Umfrage einen Punkt abgeben mussten und nun bei 12 Prozent liegen, käme Rot-Rot-Grün auf 46 Prozent – ein Punkt mehr als die anderen im Landesparlament vertretenen Parteien zusammen.

Die CDU könnte der Umfrage zufolge noch mit 9 Prozent rechnen – ein Punkt weniger als noch im Mai. Das BSW würde wie die FDP und alle anderen Parteien voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

SPD kam 2021 auf fast 40 Prozent

Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen. Schwesig regiert das Land seither zusammen mit den Linken in einer rot-roten Regierung.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 2. und 6. Juli 2026 insgesamt 1167 Wahlberechtigte aller Altersgruppen, Bildungsabschlüsse und Geschlechter in Mecklenburg-Vorpommern befragt. Die Befragung ist nach NDR-Angaben repräsentativ.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen, immer kurzfristigere Wahlentscheidungen und andere Faktoren erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Die ermittelten Ergebnisse können, wie alle Stichprobenerhebungen, Fehlertoleranzen enthalten.

In einer am 23. Juni veröffentlichten Wahlumfrage des Insa-Instituts im Auftrag des „Nordkurier“ führte die AfD mit 35 Prozent vor der SPD mit 28 Prozent. Die Linke lag demnach bei 11 Prozent, die CDU bei 10 Prozent. Das BSW kam auf 6 Prozent, für die Grünen wurden 4 und für die FDP 3 Prozent ausgewiesen. An der Online-Befragung nahmen 1000 Menschen vom 11. bis 18. Juni teil, wie es hieß. Das Institut gab die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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