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Startseite»Nachrichten»„Ich bin es wirklich leid“: US-Senator wirft Israel willkürliche Gefangennahme einer Amerikanerin vor
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„Ich bin es wirklich leid“: US-Senator wirft Israel willkürliche Gefangennahme einer Amerikanerin vor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Ich bin es wirklich leid“US-Senator wirft Israel willkürliche Gefangennahme einer Amerikanerin vor

Israelische Sicherheitskräfte bei einem früheren Einsatz an der Universität Bir Seit (Archivbild). (Foto: picture alliance / Middle East Images)

Vier Studentinnen einer renommierten Universität im Westjordanland werden vom israelischen Militär offenbar mitten in der Nacht gefangen genommen. Ein US-Senator fordert ihre Freilassung – und wird gegenüber der israelischen Regierung sehr deutlich.

Der demokratische US-Senator Chris Van Hollen verlangt von seiner Regierung, die Freilassung einer 20-jährigen amerikanischen Studentin zu erwirken, die nach seiner Aussage gemeinsam mit drei weiteren Studentinnen der Universität Bir Seit im Westjordanland vom israelischen Militär mitten in der Nacht gefangen genommen wurde und nun ohne Anklage festgehalten wird. Israelische Sicherheitskräfte seien um drei Uhr nachts zum Haus der jungen Frau gekommen und hätten sie ohne Erklärung mitgenommen.

„Sie sagte ihnen, dass sie eine amerikanische Staatsbürgerin sei“, erklärte der Politiker in einem auf X verbreiteten Video. Das habe die israelischen Sicherheitskräfte aber nicht interessiert. Er habe kurz nach dem Vorfall mit der Mutter der Gefangenen gesprochen, die auch eine amerikanische Staatsbürgerin sei, sagte Van Hollen. „Sie war völlig verzweifelt. Sie sagte mir, dass ihre Tochter eine Erkrankung hat, die behandelt werden muss.“ Der Demokrat forderte die israelische Regierung auf, „zu erklären, warum sie diese Studentinnen verhaftet haben“. Die Regierung habe weder der Familie der 20-Jährigen noch der US-Botschaft verraten, wo und weshalb sie gefangen gehalten werde.

An den US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, und US-Außenminister Marco Rubio richtete Van Hollen die Forderung, sicherzustellen, dass die amerikanische Studentin sofort freigelassen wird. Der Vorfall sei Teil eines Musters: „Tatsächlich haben wir gesehen, dass amerikanische Bürger von gewalttätigen israelischen Siedlern und von Sicherheitskräften getötet werden, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.“ Das müsse sich ändern. „Ich bin es wirklich leid, dass die israelische Regierung US-Steuergelder annimmt und anschließend Amerikaner schlecht behandelt.“

Die Universität Bir Seit in der Nähe von Ramallah gilt als eine der besten in den palästinensischen Gebieten. Sie ist nach Aussage ihres Präsidenten schon mehrfach Ziel von Angriffen der israelischen Armee geworden. Berichten zufolge handelt es sich bei einer der drei anderen Studentinnen um eine frühere Spielerin des palästinensischen Fußballnationalteams.

Quelle: ntv.de, dsc

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