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„Ich schäme mich“: Capital Bra schildert seine Drogen-Zusammenbrüche

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Ich schäme mich“Capital Bra schildert seine Drogen-Zusammenbrüche

Der Rapper Capital Bra hat mit elf Jahren die ersten Drogen genommen. (Foto: imago images/Jan Huebner)

Im April 2026 streamte Capital Bra nach einer Überdosis live aus dem Krankenwagen. Nun spricht der Rapper erstmals über seine Kokain- und Tilidin-Sucht sowie die Folgen für seine Familie.

Im April 2026 sorgte Capital Bra für Schrecken, als er nach einer Überdosis live aus dem Krankenwagen auf TikTok streamte. Nun hat der Rapper im Interview mit dem „Spiegel“ erstmals offen über diesen Tag, seine langjährige Drogensucht und seinen Wunsch, endlich clean zu werden, gesprochen.

„Ich habe mich irgendwann nicht mehr gespürt, also meinen Körper nicht mehr. Das hat mir Angst gemacht“, erinnert sich der Musiker an den Vorfall. Nachdem ein Passant den Notruf gewählt hatte, sei er im Krankenwagen behandelt worden. „Diese Kälte, das war einfach nicht normal. Ich habe am ganzen Körper gezittert.“ Auf die Frage, ob er an diesem Tag Angst hatte zu sterben, antwortet der 31-Jährige: „Ja. „Im Krankenhaus sei bei ihm eine Kokainpsychose diagnostiziert worden. Rückblickend sagt der Rapper, Kokain sei mittlerweile seine größte Sucht. „Wenn ich übertreibe, dann immer damit.“

Gleichzeitig spricht Capital Bra auch über seine Abhängigkeit von Tilidin. Bereits mit elf Jahren habe er angefangen zu rauchen, zu kiffen und das Schmerzmittel zu konsumieren. Heute bekomme er Tilidin sogar auf Rezept. Ohne das Medikament leide er unter Schmerzen und Panikattacken. Mehrere Entzüge habe er bereits hinter sich – sogar ein einjähriger Entzug in Dubai blieb letztlich erfolglos.

„Möchte meine Kinder nicht sehen, wenn ich high bin“

Besonders schwer wiegen für den Familienvater die Auswirkungen seiner Sucht auf sein Privatleben. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Charlyn hat Capital Bra fünf Kinder. „Ich möchte meine Kinder nicht sehen, wenn ich high bin“, gesteht er. Teilweise habe er deshalb gewartet, bis seine Kinder schliefen, oder sich in Hotels zurückgezogen. „Ich schäme mich dafür.“ Auch seine Ehe habe unter der Sucht gelitten. „Ich liebe sie, und es ist schlimm für mich, dass ich sie schon so lange und immer wieder enttäusche.“

Im Interview spricht der Musiker auch über seine Kindheit. Geboren in Sibirien, zog er im Alter von sieben Jahren mit seiner Mutter nach Berlin-Hohenschönhausen. Dort sei er in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, habe als Jugendlicher Drogen verkauft und sei auch an Einbrüchen beteiligt gewesen. Mit elf Jahren begann er zu rappen. Wenige Jahre später gelang ihm der Durchbruch – heute hält Capital Bra mit 22 Nummer-eins-Hits sogar den deutschen Rekord und übertraf damit die Beatles.

Trotz aller Rückschläge hat Capital Bra ein klares Ziel vor Augen: „Ich möchte nicht mehr in der Psychiatrie landen. Ich möchte irgendwann nicht mehr irgendwo einen Entzug machen müssen. Ich möchte clean werden. Und für meine Kinder da sein können.“ Dabei gibt ihm sein Glaube Hoffnung. „Wenn ich daran denke, was ich alles gemacht habe und noch lebe, dann sage ich: Gott sei Dank. Gott muss mich lieben, dass er mich noch leben lässt.“

Quelle: ntv.de, mau/spot

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