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Startseite»Politik»Immer mehr tödliche Unfälle mit E-Scootern
Politik

Immer mehr tödliche Unfälle mit E-Scootern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 16.07.2026 • 10:32 Uhr

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Toten oder Verletzten weiter gestiegen. Seit 2021 hat sie sich fast verdreifacht. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Auch Alkohol spielt vergleichsweise oft eine Rolle.

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ist erneut erheblich angestiegen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei deutschlandweit 16.496 solcher Unfälle, und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

38 Menschen kamen dabei ums Leben – elf mehr als 2024. Dazu kamen etwa 1.900 Schwer- und rund 16.200 Leichtverletzte.

Die meisten Verunglückten fuhren selbst

Gut vier von fünf Verunglückten waren selbst mit dem E-Scooter unterwegs. Mehr als fünf Prozent der Verunglückten waren Mitfahrerinnen und Mitfahrer. Dabei sind E-Scooter nur für eine Person zugelassen – Mitfahren ist verboten.

Von den fünf weiteren Todesopfern waren drei Personen zu Fuß unterwegs, eine mit dem Fahrrad – und eine mit dem Auto.

Vor allem junge Menschen betroffen

Der Statistik zufolge waren vor allem junge Menschen in E-Scooter-Unfälle verwickelt. Mehr als jeder Zweite war jünger als 25 Jahre. Fast 84 Prozent waren jünger als 45 – und nur etwa drei Prozent älter als 65 Jahre. Ein Grund dafür dürfte sein, dass jüngere Menschen im Allgemeinen mehr mit E-Scootern unterwegs sind als ältere.

Unfälle können nicht immer auf einen einzigen Grund zurückgeführt werden. Aber die häufigste Ursache war mit über 20 Prozent das falsche Benutzen der Fahrbahn oder der Gehwege. E-Scooter-Fahrer müssen – falls vorhanden – Fahrradwege oder Schutzstreifen nutzen und ansonsten auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen. Das Fahren auf Gehwegen ist verboten.

Jeder Zehnte fuhr unter Alkoholeinfluss

Vergleichsweise häufig legte die Polizei den E-Scooter-Nutzern das Fahren unter Alkoholeinfluss zur Last – im vergangenen Jahr waren dies fast elf Prozent. Zum Vergleich: Bei Fahrradfahrenden waren es weniger als acht Prozent, und bei zulassungsfreien Krafträdern wie Mofas, S-Pedelecs und Kleinkrafträdern etwas über sechs Prozent.

Das dritthäufigste Fehlverhalten war nicht angepasste Geschwindigkeit – gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren.

Bei Unfällen mit einem Pkw trugen die E-Scooter-Fahrenden in etwa 38 Prozent der Fälle die Hauptschuld. Bei Zusammenstößen mit Fahrradfahrenden waren es etwas mehr als 74 Prozent – und bei Unfällen mit Fußgängerinnen und Fußgängern sogar fast 89 Prozent.

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