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Startseite»Nachrichten»Iran-Krieg: Reedereien stellen Anforderung an Friedensabkommen
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Iran-Krieg: Reedereien stellen Anforderung an Friedensabkommen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Blockade der Straße von HormusReedereien stellen Anforderung an Abkommen im Iran-Krieg

Die USA und der Iran verhandeln derzeit unter anderem über ein Ende der Blockade der Straße von Hormus.

Seit dem Beginn des Iran-Krieges ist die Straße von Hormus faktisch blockiert. Entsprechend groß ist die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Washington und Teheran. Doch nun stocken nicht nur die Verhandlungen – auch Schifffahrtsbetriebe dämpfen die Erwartungen auf einen baldigen Normalbetrieb.

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington im Iran-Krieg treten auf der Stelle. US-Präsident Donald Trump verspricht immer wieder eine baldige Einigung auf ein Abkommen, während das Regime in Teheran wiederholt tiefes Misstrauen in die USA betont. So bleibt aktuell auch die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr weiter gesperrt – mit deutlichen Folgen für die Weltwirtschaft.

Zwar gehört die Öffnung der Straße von Hormus zu den zentralen Verhandlungspunkten der Kriegsparteien. Doch selbst wenn sich die USA und der Iran auf eine Aufhebung der Blockade einigen, zeigen Schifffahrtsunternehmen sich wohl wegen eines weiterhin hohen Risikos zurückhaltend, die Meerenge direkt wieder zu passieren. Das geht aus Gesprächsrunden auf der derzeit stattfindenden internationalen Schifffahrtsmesse Posidonia in Athen hervor.

Mehrere Unternehmen formulierten dort eine konkrete Forderung an die USA und den Iran: Ein Friedensabkommen müsse auch klare Regeln für die Schifffahrt enthalten, hieß es. „Was wir brauchen, ist ganz klar ein Rahmenwerk, Vorschriften oder Regelungen, die uns genau vorgeben, wie wir hinein- und wieder herauskommen können“, erklärte etwa der Präsident des Schifffahrtsunternehmens Heidmar Maritime Holdings (HMR), Pankaj Khanna. Auch Yiannis Procopiou, Geschäftsführer des Transportunternehmes Centrofin Management, betont, es brauche klare Regeln, wie die Schifffahrtsbetriebe mit den USA und dem Iran umgehen sollten.

Wiederaufnahme des Betriebs brauche Vertrauen

Zwar kursieren immer wieder Meldungen, dass vereinzelten Schiffen eine Durchfahrt durch die Meerenge gelang. Jedoch brauche es mehr als nur eine „begrenzte Anzahl erfolgreicher Durchfahrten“, um das Vertrauen wiederherzustellen, sagte Gene Seroka, Geschäftsführer des Hafens von Los Angeles, im Gespräch mit dem US-Medium CNN. „Die größere Frage ist, ob Reedereien, Versicherer und Schiffsbetreiber genügend Vertrauen in die langfristige Sicherheitslage haben, um den regulären Schiffsverkehr wieder aufzunehmen“, so Seroka weiter.

Auch eine nicht namentlich genannte aus der Ölindustrie sagte dem US-Sender, die Gefahr für die Schiffe sei nach wie vor erheblich. „Wir werden keine vollständige Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Meerenge erleben, solange es keine verlässlichere Garantie für eine sichere Durchfahrt gibt“, erklärte die Quelle laut CNN.

Durch die Straße von Hormus wurde vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Öl und Flüssigerdgas verschifft. Seit Beginn des Iran-Krieges ist die Meerenge faktisch blockiert. Auch trotz geltender Waffenruhe kam es dort im Mai zu Angriffen. Die USA werfen dem Iran zudem vor, Minen in der Meerenge verlegt zu haben.

Quelle: ntv.de, nbr/rts

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