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Startseite»Nachrichten»Israel nennt ihn „Terrorist“: Al-Dschasira-Journalist stirbt bei israelischem Angriff im Gazastreifen
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Israel nennt ihn „Terrorist“: Al-Dschasira-Journalist stirbt bei israelischem Angriff im Gazastreifen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Israel nennt ihn „Terrorist“Al-Dschasira-Journalist stirbt bei israelischem Angriff im Gazastreifen

Im Gazastreifen gilt seit Oktober 2025 eine fragile Waffenruhe. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei einem Angriff im Gazastreifen sterben drei Menschen, darunter ein Journalist des katarischen Senders Al-Dschasira. Israelische Armee bestätigt die Tötung des Journalisten – nach ihrer Darstellung handelt es sich jedoch um einen „Hamas-Terroristen“.  

Im Gazastreifen ist nach Angaben des katarischen Senders Al-Dschasira einer seiner Journalisten bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Ahmed Wischah sowie zwei weitere Menschen seien bei einem israelischen Angriff auf ein Haus im Zentrum des Gazastreifens getötet worden, erklärte der Sender auf seiner Webseite. Israels Armee bestätigte den Angriff auf Wischah, bei ihm habe es sich um einen „Hamas-Terroristen“ gehandelt, teilte ein Sprecher mit.

Der Angriff ereignete sich laut Al-Dschasira im Flüchtlingslager Bureidsch. Demnach wurden dabei zudem mehrere Menschen verletzt.

Bruder von Wischah im April getötet

Im April war bereits der ebenfalls für Al-Dschasira tätige Bruder von Wischah bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Die israelische Armee hatte auch ihm vorgeworfen, ein „unter dem Deckmantel“ des Journalismus tätiges Hamas-Mitglied gewesen zu sein.

Die islamistische Terrormiliz Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten 1221 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen. Israel startete daraufhin eine Militäroffensive im Gazastreifen. In den zwei sich anschließenden Kriegsjahren wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Palästinenser getötet.

Laut einer Bilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) von Ende 2025 wurden seit Beginn des Gazakrieges mehr als 220 Journalisten von der israelischen Armee im Gazastreifen getötet, darunter mindestens 70 während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit.

Seit dem 10. Oktober 2025 gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor. Israel pocht auf eine Entwaffnung der Hamas und die Zerstörung des von den Islamisten genutzten Tunnelsystems in dem Palästinensergebiet. Die Hamas lehnt dies strikt ab.

Quelle: ntv.de, uzh/AFP

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