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Startseite»Politik»Israel weitet Bodeneinsätze gegen Hisbollah im Libanon aus
Politik

Israel weitet Bodeneinsätze gegen Hisbollah im Libanon aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 26.05.2026 • 20:27 Uhr

Israel hat die angekündigte neue Offensive gegen die Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon begonnen. Laut Medienberichten sollen israelische Bodentruppen auch nördlich des Litani-Flusses operieren.

Israels Armee hat ihre Bodeneinsätze im nördlichen Nachbarland Libanon ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger und Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter den Nachrichtenagenturen dpa und AFP. Konkrete Angaben zu den Standorten der Soldaten machte er nicht.

Zuvor hatten israelische Medien über Aktivitäten nördlich der sogenannten Gelben Linie berichtet. Damit meint die israelische Armee die Abgrenzung zu einer Art Pufferzone im Süden des Libanon, die sechs bis zehn Kilometer hinter der Grenze liegt. Innerhalb dieser Zone sind israelische Truppen stationiert, eine Rückkehr der von dort geflohenen Bevölkerung ist untersagt.

Sorge im Libanon vor erneuter dauerhafter Besatzung

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, schwere israelische Angriffe im Süden deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, hieß es.

Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des Südens. Israel war schon 1982 in das Nachbarland einmarschiert, um die militärischen Strukturen der PLO zu zerschlagen. Erst im Jahr 2000 zogen die Truppen wieder ab.

Berichte: Auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses

Laut mehreren Medien sollen israelische Bodentruppen Einsätze nördlich des Litani-Flusses ausführen. Dieser verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Laut einem früheren Abkommen sollte sich die islamistische Hisbollah-Terrormiliz hinter diesen Fluss zurückziehen.

Unter anderem die israelische Nachrichtenseite ynet berichtete, Ziel der Ausweitung der Bodeneinsätze sei es auch, gegen die von der Hisbollah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die vom Iran unterstützte Miliz weiter zurückzudrängen. Israels Armee hatte zuvor wieder Beschuss mit mehreren sprengstoffbeladenen Drohnen der Hisbollah gemeldet.

Am Montagabend hatte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bereits angekündigt, dass die Angriffe auf die Hisbollah verstärkt würden. Als Ziel nannte er, sie zu „zerschlagen“. Erklärtes Ziel der Hisbollah ist die Vernichtung Israels.

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe, die Mitte Mai verlängert wurde. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt.

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