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Startseite»Nachrichten»Italiens Bevölkerung schrumpft bis 2050 um vier Millionen
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Italiens Bevölkerung schrumpft bis 2050 um vier Millionen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 31, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Immer weniger KinderItaliens Bevölkerung schrumpft bis 2050 um vier Millionen

Die Wirtschaft wird durch die sinkende Einwohnerzahl schwer belastet. (Foto: IMAGO)

Knapp 59 Millionen Menschen leben derzeit in Italien. Und deren Zahl wird nach Schätzung der Statistiker in den kommenden Jahren stetig sinken. Auf eine hohe Sterberate kommen demnach zu wenige Geburten. Daran wird wohl auch die von Meloni eingesetzte „Geburtsministerin“ nichts ändern.

Italiens Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten deutlich schrumpfen. Bis 2050 dürfte das Land fast vier Millionen Einwohner verlieren, wie aus neuen Prognosen des Statistikamts Istat hervorgeht. Die Zahl der Einwohner sinkt demnach von 58,9 Millionen (Anfang 2025) auf 55 Millionen im Jahr 2050. Bis 2080 wird ein Rückgang auf 45,8 Millionen erwartet.

Grund für den Rückgang ist nach Istat-Angaben vor allem die negative natürliche Bevölkerungsentwicklung: Auf die vergleichsweise wenigen Geburten kommen immer mehr Sterbefälle. Zwar könne Zuwanderung den Rückgang teilweise abfedern, sie reiche aber nicht aus, um ihn auszugleichen, hieß es.

Die Zahl der Geburten geht in Italien seit mehreren Jahren kontinuierlich zurück. Vergangenes Jahr sind so wenig Kinder zur Welt gekommen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs – nur noch 355.000 Geburten verzeichnete Istat 2025. Der Statistik nach bekommt eine Frau in Italien damit 1,14 Kinder.

Wird Wirtschaft auf Dauer schwer belasten

Die niedrige Geburtenrate in dem einst so kinderreichen Land gehört seit langem zu Italiens großen Problemen. In Europa liegt die Rate nur in wenigen Ländern wie Spanien und Malta noch niedriger. In Deutschland lag die Geburtenrate laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1,32 Kindern pro Frau.

Istat geht dem jüngsten Bericht zufolge davon aus, dass die jährliche Zahl der Geburten voraussichtlich bis 2030 weitgehend stabil bleiben wird. Bis 2050 werde sie aber auf 335.000 zurückgehen. Für die Zahl der jährlichen Todesfälle prognostiziert das Statistikamt mit Sitz in Rom konstant steigende Tendenzen.

Der demografische Wandel wird Italiens Wirtschaft auf Dauer schwer belasten. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte in ihrer ersten Regierungserklärung die Förderung der Geburtenrate zu einem politischen Ziel ihrer rechten Regierung zu machen, sie setzte eine „Geburtenministerin“ ein. Der Abwärtstrend setzt sich aber auch nach fast vier Jahren im Amt unter ihrer Regierung fort.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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