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Politik

Kölner Dom kostet ab Juli zwölf Euro Eintritt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 02.06.2026 • 12:16 Uhr

Der Kölner Dom ist die wohl berühmteste deutsche Kirche. Für die jährlich etwa sechs Millionen Besucher ist er bislang kostenlos zugänglich. Ab Juli wird nun aber eine Eintrittsgebühr fällig. Gottesdienstbesucher sind davon ausgenommen.

Der Kölner Dom wird für Besucher ab Juli zwölf Euro Eintritt kosten. Damit sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden, wie das Domkapitel am Dienstagvormittag mitteilte. Unter anderem für Gottesdienstbesucher bleibe der Zutritt zum Dom aber kostenfrei. Auch Kinder bis 13 Jahre sowie behinderte Menschen und ihre Begleitpersonen müssen nichts zahlen.

Eine ermäßigte Gebühr von sechs Euro soll demnach unter anderem für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende oder Studierende gelten. Zudem sind einzelne kostenfreie Besuchszeiten etwa an kirchlichen Feiertagen und ausgewählten Aktionstagen vorgesehen.

Erhalt des Doms kostet 44.000 Euro am Tag

Die Domverantwortlichen hatten den Schritt bereits im März angekündigt und mit finanziellen Engpässen begründet: Der Kölner Dom gibt mehr Geld aus als er einnimmt. „Der Dom kostet Geld, der Dom braucht viel Geld“, sagte Domrendant Clemens van de Ven. Das Unesco-Weltkulturerbe koste pro Tag 44.000 Euro. „Da ist natürlich auch der Eintrittspreis von 12 Euro mehr als willkommen.“

Insgesamt sechs Millionen Menschen besuchen die Kathedrale jedes Jahr. Es bestehe wohl keine Gefahr, dass die Zahl der Besucher durch die Gebühr merklich abnimmt, hieß es. Wer nach Köln komme, wolle in der Regel den Dom sehen, sagte Dompropst Guido Assmann.


  • Kölner Dom verlangt Eintritt: Touristen müssen bald zahlen
    Pfeil rechts

Organisiert werden soll das neue System über verschiedene Eingänge zur Kathedrale: Wer nur beten oder eine Kerze anzünden wolle, soll künftig den Nordeingang nutzen. Die Domverantwortlichen schlossen nicht aus, dass sich auch einzelne Touristen über den Eingang in die Kirche „schummeln“. Das könne man nie ganz verhindern.

Dom empfiehlt Vorverkauf im Netz

Touristen brauchen ein vorab gekauftes Ticket. Damit kommen sie über das Hauptportal im Westen in den Dom, erläuterte Dombaumeister Peter Füssenich. Ein Online-Kauf werde ab dem 15. Juni freigeschaltet. Tickets werden dann künftig bereits drei Monate im Voraus zu haben sein. Spontanbesucher oder Menschen ohne digitalen Zugang können im Kurienhaus am Roncalliplatz auch direkt Tickets kaufen.

Bilderstrecke

So viel kostet der Besuch in anderen berühmten Kirchen

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Dompropst Köln
  • Nachrichtenagentur AFP

Sendung: WDR 2, Lokalzeit Rheinland, 02.06.2026, 11.30 Uhr

Westdeutscher Rundfunk

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Dr. Heinrich Krämer
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