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Startseite»Nachrichten»Merlier schnappt wieder zu: Sprint-Gigant und die Deutschen leiden bei der Tour
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Merlier schnappt wieder zu: Sprint-Gigant und die Deutschen leiden bei der Tour

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Merlier schnappt wieder zu

Sprint-Gigant und die Deutschen leiden bei der Tour

11.07.2026 | 18:11 Uhr

Der belgische Radprofi Tim Merlier gewinnt auch die achte Etappe der Tour de France. Der 33-Jährige setzt sich in Bergerac im Massensprint durch. Pascal Ackermann wird Siebter.

Star-Sprinter Jasper Philipsen hat es wieder nicht geschafft. Der Belgier sucht im Südwesten Frankreichs weiter seine Form bei der 113. Ausgabe der Tour de France. Auch bei der dritten Möglichkeit für die schnellen Männer auf der achten Etappe ging der 28-Jährige leer aus und muss weiter auf seinen elften Tour-Tageserfolg warten.

Philipsen, den im vergangenen Jahr ein schwerer Sturz bei der Tour zum Aufgeben zwang, wurde nur Vierter im Massensprint nach 180,4 Kilometern zwischen Périgueux und Bergerac. Wie schon am Vortag siegte Philipsens Landsmann Tim Merlier und feierte seinen zweiten Etappenerfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. „Ich war eingebaut und dachte schon es ist vorbei, aber dann habe ich es einfach versucht“, sagte der Mann vom Team Soudal Quick-Step und schickte eine kleine Kampfansage hinterher: „Ich bin sehr happy. Drei Etappen wollte ich gewinnen, zwei Siege habe ich jetzt schon.“

Wertungsfahrer halten sich raus

Der zehnmalige Tour-Etappensieger Jasper Philipsen wurde auf der fünften und siebten Etappe jeweils Fünfter. Besonders nach dem Auftritt in der Weinmetropole Bordeuax am Vortag hatte sich der Profi enttäuscht gezeigt, warf seinen Helm frustriert weg .“Ich kann mir keine Vorwürfe machen. Ich kann nicht mehr leisten, als ich kann“, sagte er. „Es ist nicht angenehm, nicht auf dem gewohnten Niveau zu sein“, sagte er in Bordeaux.

Biniam Girmay aus Eritrea wurde Zweiter, Olav Kooij aus den Niederlanden erreichte Rang drei. Bester Deutscher wurde Pascal Ackermann auf Rang sieben. Max Kanter wurde Neunter. „Das Finale war wieder hektisch. Eigentlich haben wir einen guten Job gemacht und uns aus dem größten Gewusel rausgehalten“, sagte Kanter: „Aber ich war komplett blockiert, musste dreimal meinen Sprint starten und dann war die Ziellinie schon da.“ 

In der Gesamtwertung bleibt alles wie gehabt. Superstar Tadej Pogacar steht mit einem Abstand von 2:42 Minuten vor seinem dänischen Dauerrivalen Jonas Vingegaard und 3:27 Minuten vor Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko. Der deutsche Tour-Dritte Florian Lipowitz belegt den siebten Rang, vier Minuten hinter Pogacar.

Deutscher Sieg im Jahr 2017

An Bergerac gibt es aus deutscher Sicht gute Erinnerungen. 2017 gewann der frühere deutsche Top-Sprinter Marcel Kittel eine ähnliche Etappe in der Stadt .“Wir alle wissen, was er in seiner Karriere erreicht hat. Und wenn wir die Liste der deutschen Sieger bei der Tour de France verlängern können, wäre das schön“, sagte Max Kanter vor der Etappe.

Kanter hatte sich bislang durch seinen zweiten und vierten Platz bei den vorangegangenen Etappen in starker Form präsentiert. Der Profi gehört seit 2024 zu dem Team um den früheren Ex-Profi Alexander Winokurow aus Kasachstan.

Pedersen und Kanter geraten aneinander

Im Rennen um den Zwischensprint mischte sich Kanter auch ein – und hatte sogar eine kurze Berührung mit dem aktuell punktbesten Profi Mads Pedersen, der sich über die Positionierung des Cottbusers aufregte. Der selbstbewusste Kanter kam als Fünfter vor dem Sechsten Pedersen über die Linie des Zwischensprints.

Schon wieder bestimmte drückende Hitze die Etappe. Drei Ausreißer trotzten den Bedingungen und legten los. Doch die Flucht wurde nicht so schnell gestoppt wie erwartet. Am Ende forderte der Belgier Liam Slock die Sprinter-Riege heraus, als er bei noch zehn ausstehenden Kilometern noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung hatte. Dennoch wurde der mutige Versuch wenige Kilometer vor dem Ziel beendet. Und der Massensprint war besiegelt.  „Fünf Kilometer vor dem Ende habe ich gemerkt, dass sie näher kommen und mir langsam die Kräfte ausgehen“, sagte er in der ARD – konnte dabei aber schon wieder lachen.

Kräftezehrende Etappe im Zentralmassiv

Auf der neunten Etappe, dem letzten Tag vor dem Ruhetag, dürften sich die Klassikerspezialisten Hoffnungen auf den Tageserfolg machen, darunter Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel aus den Niederlanden. Im Zentralmassiv stehen 185,5 Kilometer zwischen Malemort und Ussel auf dem Programm – mit knapp 3.300 Höhenmetern.

Auf der neunten Etappe, dem letzten Tag vor dem Ruhetag, dürften sich die Klassikerspezialisten Hoffnungen auf den Tageserfolg machen, darunter Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel aus den Niederlanden. Im Zentralmassiv stehen 185,5 Kilometer zwischen Malemort und Ussel auf dem Programm – mit knapp 3.300 Höhenmetern.

Verwendete Quellen: ntv.de, Felix Schröder und David Langenbein, dpa

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