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Startseite»Nachrichten»Ohne US-Schutz keine Sicherheit: Bundeswehr schließt deutsches Feldlager in Erbil
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Ohne US-Schutz keine Sicherheit: Bundeswehr schließt deutsches Feldlager in Erbil

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Ohne US-Schutz keine SicherheitBundeswehr schließt deutsches Feldlager in Erbil

Die Bundeswehr hat in ihrem Camp Erbil Ausbildungsunterstützung geleistet. (Foto: picture alliance / photothek)

2015 schickt die Bundesregierung die Bundeswehr in den Nordirak, um den Vormarsch der Terrormiliz „Islamischer Staat“ einzudämmen. In Erbil bilden die Soldatinnen und Soldaten kurdische Peschmerga aus. Doch nach dem Rückzug der USA aus dem Camp packt auch die Bundeswehr ihre Koffer.

Die Bundeswehr zieht nach „Spiegel“-Informationen bis Ende September aus der nordirakischen Stadt Erbil ab und schließt das deutsche Feldlager, das am Rande des Flughafens liegt. Das Verteidigungsministerium informierte den Bundestag am Morgen über die Entscheidung. Demnach sei der Abzug nötig, da sich die USA aus dem multinationalen Camp in Erbil zurückziehen und dann keinen Schutz mehr für das deutsche Feldlager stellen, zum Beispiel durch die US-Flugabwehrsysteme.

Das internationale Camp am Rande des Flughafens im Norden von Erbil war seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran im Frühjahr immer wieder Ziel von Vergeltungs-Aktionen. Die iranischen Raketen- und Drohnenattacken richteten sich zwar nicht gegen die Bundeswehr. Wegen der räumlichen Nähe im multinationalen Camp aber musste auch die Bundeswehr immer wieder in die Schutzbunker.

In den kommenden Wochen soll das deutsche Lager nun komplett geschlossen werden. Derzeit sind wegen der seit Monaten volatilen Sicherheitslage nur noch um die 30 deutsche Soldaten in Erbil stationiert.

Mit der Entscheidung endet ein langjähriger Einsatz der Bundeswehr. Wegen des Vormarsches der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ hatte die Bundesregierung im Jahr 2015 entschieden, deutsche Ausbilder in den Nordirak zu schicken, um die kurdischen Peschmerga zu stärken. Deutschland hatte die Peschmerga damals auch mit Waffenlieferungen unterstützt, um die vorrückenden IS-Truppen zurückzuschlagen.

In den Jahren darauf setzte die Bundeswehr die Beratung der Peschmerga gemeinsam mit anderen Partnern fort und beteiligte sich auch an einer internationalen Anti-Terror-Mission. Die Präsenz von amerikanischen und internationalen Truppen sorgte im Nordirak seitdem für ein gewisses Maß an Stabilität.

Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Beratung der Peschmerga trotz der jetzt beschlossenen Schließung des deutschen Feldlagers fortsetzen. Eine Handvoll deutscher Militärberater soll dafür auch nach Ende September in Erbil verbleiben. Die Soldaten sollen statt wie bisher im Feldlager am Flughafen im deutschen Generalkonsulat in der Stadt stationiert werden.

Quelle: ntv.de, chr

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