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Partner aus Europa betroffen: Bericht: USA wollen Nato weniger Jets und Schiffe bereitstellen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Partner aus Europa betroffenBericht: USA wollen Nato weniger Jets und Schiffe bereitstellen

Von der möglichen Reduzierung sind Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-15E betroffen. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Immer wieder kritisiert US-Präsident Trump die Nato. Er fordert von den europäischen Partnern höhere Militärausgaben und mehr Verantwortung. Nun berichtet eine Zeitung, dass Washington mehr als 50 Kampfjets und Kriegsschiffe abziehen will.

Die Vereinigten Staaten wollen den Nato-Verbündeten in Europa laut einem Medienbericht in Zukunft deutlich weniger Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe zur Verfügung stellen. Die Zahl der Kampfflugzeuge solle um ein Drittel verringert werden, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte ranghohe europäische Vertreter.

Dem Bericht zufolge wollen die USA die Zahl der Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-15E von derzeit rund 150 auf etwa 100 reduzieren. Die Zahl der Seeaufklärungsflugzeuge solle von 26 auf 15 sinken. Zudem sollten alle acht Luftbetankungsflugzeuge aus Europa abgezogen werden, hieß es weiter. Die Pläne sehen dem Bericht nach auch vor, ein mit Raketen bestücktes U-Boot, einen Flugzeugträger mitsamt Begleitschiffen und Kampfjets sowie womöglich eine von zwei für Europas Verteidigung bestimmte Bombergruppen anderweitig zuzuweisen.

Die „New York Times“ beruft sich auf ein Dokument von Anfang Juni, in dem die US-Regierung die Nato-Partner über diese Schritte informiert habe. Die Termine dafür seien unklar.

Trump-Regierung droht schon länger

Die US-Regierung fordert Europa seit dem Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump regelmäßig mit scharfen Worten zu höheren Militärausgaben und der Übernahme von mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung auf. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte kürzlich „wichtige Entscheidungen“ zur Sicherheit Europas an.

US-Außenminister Marco Rubio sagte Anfang Juni: „Wir sind nach wie vor Mitglied der Nato, aber die Nato benötigt tiefgreifende Veränderungen.“ Der bevorstehende Nato-Gipfel im Juli in Ankara sei „zweifelsohne der wichtigste in der Geschichte der Organisation“, sagte Rubio weiter. Es gebe „bestimmte Fragen, die geklärt und geregelt werden müssen“.

Nato-Sprecherin Allison Hart erklärte, historisch gesehen habe man sich zu sehr auf die US-Streitkräfte verlassen. Wenn Europa und Kanada mehr in die Verteidigung investierten, könne sich die Verantwortung verlagern. Dies stärke die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses, da die Abhängigkeit von einem einzigen Verbündeten verringert werde.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/rts

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