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Pazifik besonders betroffen: Meerestemperatur steuert auf neuen Rekordwert zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Pazifik besonders betroffenMeerestemperatur steuert auf neuen Rekordwert zu

Die Algenblüte im Great Southern Reef Foundation resultiert aus einer deutlichen Erhöhung der Meerestemperatur. (Foto: picture alliance/dpa/GREAT SOUTHERN REEF FOUNDATION)

Die Temperatur auf der Erde steigt infolge des Klimawandels. Das tut sie nicht nur an Land, sondern auch in den Weltmeeren. Laut dem Copernicus-Programm der EU könnten die Werte in den Ozeanen auf ein Rekordniveau klettern. Dabei spielt auch ein besonderes Wetterphänomen eine Rolle.

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei „nur eine Frage von Tagen“, bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW).

Schon im April seien die Oberflächentemperaturen der Meere die zweithöchsten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, erklärte Copernicus. Das EU-Erdbeobachtungsprogramm sammelt unter anderem Daten und gibt regelmäßig Klimaberichte heraus, das EZMW ist daran beteiligt. Besonders warm war es Copernicus zufolge im Pazifischen Ozean zwischen Neuseeland, Südamerika und den USA.

Dies lässt der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge darauf schließen, dass sich bereits jetzt Vorläufer des Wetterphänomens El Niño zusammenbrauen. El Niño ist ein natürlich auftretendes Phänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt, was zu weltweiten Veränderungen der Winde, des Luftdrucks und der Niederschläge führt. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme.

El Nino könnte besonders stark ausfallen

Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert normalerweise zwischen neun und zwölf Monate. Der letzte El Niño trug dazu bei, dass 2023 und 2024 die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. Der WMO zufolge könnte der sich nun zusammenbrauende El Niño aber noch stärker ausfallen als die vorherigen.

Burgess sagte dazu, dass es noch zu früh sei, zuverlässige Vorhersagen über die Intensität des bevorstehenden El Niño zu treffen. Dennoch würden die Temperaturen 2027 „wahrscheinlich“ über das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2024 hinausgehen, vermutete die Forscherin. Sie verwies darauf, dass die Auswirkungen von El Niño auf die globalen Temperaturen typischerweise ein Jahr nach seinem Höhepunkt am größten seien.

Copernicus zufolge war der Monat April der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globalen Temperaturen lagen demnach 1,43 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert. Dies führe zu Bedingungen, die die Voraussetzungen für einen heißen und trockenen Sommer mit zahlreichen Waldbränden in Europa schaffen, hieß es weiter.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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