Der Redemptoristenorden bestätigt den tödlichen Unfall in einer eigenen Veröffentlichung: Am 17. Oktober 2026 löste sich während einer Messe in Guayaquil ein Kruzifix und traf den Priester Patricio Alfredo Sánchez Molinari. Der Generalobere Rogério Gomes erklärt darin ausdrücklich, dass die Nachricht wahr sei. Die Geschichte über den Tod des Geistlichen ist damit durch eine Mitteilung seines eigenen Ordens belegt.
Mimikama wurde dazu ein Standbild vorgelegt, das einen Priester am Altar und ein großes Holzkreuz an der Wand dahinter zeigt. Nach Angaben zur Anfrage wird das zugehörige Video derzeit als mögliche KI-Fälschung bezweifelt. Die vollständige Videodatei oder der Originalstream lagen uns für eine technische Prüfung nicht vor. Unser Urteil bezieht sich deshalb auf den bestätigten Unfall und die dokumentierte Übertragung, nicht auf die Unverändertheit jeder kursierenden Videofassung.
Orden bestätigt den Unfall, Erzbistum den Tod
Die am 19. Oktober veröffentlichte Mitteilung des Ordens nennt die Kirche Nuestra Señora del Perpetuo Socorro in Guayaquil als Unglücksort. In der darin wiedergegebenen Erklärung schildert Generaloberer Gomes, dass sich nach den erhaltenen Informationen die Christusdarstellung am Altar gelöst, Sánchez getroffen und dessen Tod verursacht habe. Damit bestätigt der Orden auch den Ablauf des Unglücks.
Der zusätzlich eingereichte Screenshot zeigt eine Trauermitteilung des Erzbistums Guayaquil. Sie ist mit dem 17. Oktober 2026 datiert und nennt den vollständigen Namen des Priesters sowie seine Pfarrei Perpetuo Socorro im Zentralvikariat. Der Text bestätigt seinen Tod, beschreibt aber die Unfallursache nicht. Der verlinkte Facebook-Beitrag ließ sich bei unserer Recherche nicht direkt abrufen; den vorgelegten Screenshot konnten wir lesen. Die unabhängig davon zugängliche Veröffentlichung des Ordens bestätigt die wesentlichen Angaben.
Die Messe wurde übertragen – der Unfallort wird teils verwechselt
Die ecuadorianische Zeitung El Universo berichtete am 18. Oktober, dass das Kreuz während eines Gebets auf den Priester fiel. Anwesende hätten versucht, ihm zu helfen, und nach einer Rettung gerufen. Laut Zeitung wurde die Messe über soziale Netzwerke übertragen und der Vorfall dabei aufgezeichnet. Diese Berichterstattung stützt die Zuordnung des kursierenden Materials zu einem tatsächlichen Ereignis; sie ersetzt keine technische Untersuchung einer konkreten Videodatei.
Eine Ortsangabe im zur Prüfung vorgelegten deutschsprachigen Bericht stimmt allerdings nicht: San Lorenzo de Vinces ist nicht die Pfarrei im Süden Guayaquils, in der das Unglück geschah. Wie Ecuavisa berichtet, hatte Sánchez dort früher gearbeitet. Zum Zeitpunkt seines Todes war er Pfarrer von Perpetuo Socorro in Guayaquil. Diese Verwechslung ändert nichts daran, dass der tödliche Unfall bestätigt ist.
Redemptoristen – Scala News
19. Oktober 2026
Arquidiócesis de Guayaquil
18. Oktober 2026; abgebildete Mitteilung vom 17. Oktober 2026
El Universo
18. Oktober 2026
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
