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Startseite»Betrugsmaschen»WhatsApp-Fake im Play Store: App prüfen und entfernen
Betrugsmaschen

WhatsApp-Fake im Play Store: App prüfen und entfernen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 22, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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📖Woran erkennt man WhatsApp-Betrug wie den „Hallo Mama“-Trick? Antworten finden Sie im Leitfaden WhatsApp-Betrug.


Das Wichtigste in Kürze

Worum geht es?
Eine App gab sich im Google Play Store als WhatsApp aus. Ein auf Reddit geteilter Screenshot zeigt die Kopie als bezahlten Treffer über dem Original und die Angabe „500K+ Downloads“.

Was haben wir herausgefunden?
Android Authority dokumentierte den Eintrag unter „Agment Assets sallu“. Das Original stammt von WhatsApp LLC. Welche Daten die Kopie möglicherweise erfasst hat, ist anhand der geprüften Quellen offen.

Was solltest du tun?
Wenn du die Kopie installiert hast, entferne sie und prüfe dein Handy mit Play Protect. Hast du Zugangsdaten in der verdächtigen App eingegeben, ändere die betroffenen Passwörter auf einem vertrauenswürdigen Gerät.

Wer im Play Store nach WhatsApp sucht, rechnet mit dem bekannten Messenger. Im dokumentierten Fall stand darüber allerdings eine Anzeige für eine täuschend ähnlich gestaltete App: derselbe Name, das grüne Symbol, daneben ein Button zum Installieren. Unter dem Namen stand „Agment Assets sallu“. Die echte Anwendung war auf dem gezeigten Handy bereits installiert.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Das Technikmedium Android Authority berichtete am 16. Oktober 2026 über die Kopie und prüfte deren Store-Auftritt. Dem Bericht zufolge waren auch Beschreibung und Screenshots vom Original übernommen. Die beworbene Platzierung sah das Medium allerdings nicht bei jeder eigenen Suche. Der eingereichte Reddit-Screenshot dokumentiert eine konkrete Ansicht.

Reddit-Screenshot: WhatsApp-Kopie von Agment Assets sallu als gesponserter Treffer über der bereits installierten Original-App
Der auf Reddit geteilte Screenshot zeigt oben den gesponserten Eintrag der Kopie mit „500K+ Downloads“. Darunter steht die bereits installierte WhatsApp-App. Quelle: Reddit, u/2ne1cheese; Screenshot von der anfragenden Person bereitgestellt.

Was die Zahl von 500.000 Downloads aussagt

„500K+“ ist die angezeigte Download-Schwelle des Store-Eintrags. Wie viele einzelne Menschen die Anwendung tatsächlich genutzt haben und ob sie dabei Daten preisgaben, lässt sich daraus nicht ablesen. Auch ein bestätigter Datendiebstahl ist damit nicht belegt. Die Schlagzeile von einer halben Million Betroffenen kann diese Unterschiede leicht verdecken.

t3n berichtet inzwischen, Google habe die Anwendung und den Entwickleraccount entfernt. Die von Android Authority verlinkte Store-Seite war bei unserer Prüfung am 22. Oktober nicht mehr erreichbar. Eine eigene öffentliche Google-Mitteilung zur Entfernung liegt uns nicht vor. Ebenso fehlt in den geprüften Quellen eine technische Untersuchung, aus der hervorgeht, was die App auf einem Handy ausführt. Behauptungen, sie stehle nachweislich Passwörter oder lade weitere Schadsoftware nach, wären deshalb zu weitgehend.

Warum fehlende Bewertungen hier relevant sind

Android Authority vermutet, dass die Kopie Googles Early-Access-Programm nutzte. Dieser Vorabzugang ist für noch nicht regulär veröffentlichte Apps gedacht. Google erklärt dazu, dass Rückmeldungen bei Early-Access- und Beta-Apps nur für den Entwickler sichtbar sind. Öffentliche Warnungen anderer Nutzer fehlen dadurch an einer Stelle, an der viele Menschen vor dem Installieren nachsehen. Der konkrete Programmstatus der inzwischen nicht erreichbaren Kopie lässt sich von uns nicht mehr direkt kontrollieren.

Weder eine bezahlte Platzierung noch eine hohe Downloadzahl genügt als Echtheitsnachweis. Beim offiziellen WhatsApp Messenger im Play Store ist „WhatsApp LLC“ als Anbieter angegeben. Am einfachsten verwendest du diesen direkten Store-Link. Wenn du bereits WhatsApp nutzt, kannst du unter „Apps und Geräte verwalten“ den Eintrag deiner installierten Anwendung öffnen und den Anbieter vergleichen. Allein wegen dieser Meldung musst du die echte App nicht löschen.

Wenn du die Kopie installiert hast

Verwende die verdächtige Anwendung nicht weiter und deinstalliere sie über die Android-Einstellungen unter „Apps“. Die Bezeichnungen können je nach Hersteller etwas abweichen. Installiere WhatsApp anschließend über den offiziellen Eintrag von WhatsApp LLC. Verlasse dich dabei auf den geprüften Link und die Anbieterangabe; das Symbol allein hilft bei einer solchen Kopie kaum.

Öffne danach den Play Store, tippe auf dein Profilbild und gehe zu „Play Protect“. Lass die installierten Apps prüfen und kontrolliere in den dortigen Einstellungen, dass „Apps mit Play Protect scannen“ eingeschaltet ist. Laut Google prüft Play Protect Anwendungen bei der Installation und kontrolliert das Gerät auch danach regelmäßig. Ein unauffälliges Scan-Ergebnis belegt allerdings nicht rückwirkend, welche Daten eine bereits entfernte App verarbeitet hat.

Google empfiehlt bei verdächtigen Apps außerdem, Android und die Sicherheitsupdates auf den aktuellen Stand zu bringen und die Kontosicherheit zu prüfen. Hast du ein Passwort in der Kopie oder auf einer von ihr geöffneten Anmeldeseite eingegeben, ändere es vorsorglich von einem anderen, vertrauenswürdigen Gerät aus. Dasselbe gilt für weitere Konten, bei denen du dieses Passwort verwendest. Bei unbekannten Anmeldungen im Google-Konto folge der offiziellen Anleitung zur Kontosicherung.

Falls du den Zugriff auf dein WhatsApp-Konto verloren hast, empfiehlt WhatsApp die erneute Registrierung deiner Telefonnummer. Nutze dafür die echte App. Bleiben nach dem Entfernen der Kopie auffällige Pop-ups oder andere Störungen bestehen, hol dir Unterstützung beim Gerätehersteller; Google nennt bei fortbestehenden Malware-Anzeichen auch ein Zurücksetzen als mögliche weitere Maßnahme.

MEDIUM

Android Authority

16. Oktober 2026

UNTERNEHMEN

WhatsApp

Ohne Datumsangabe

UNTERNEHMEN

WhatsApp LLC / Google Play

Ohne Datumsangabe

Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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