Raketen aus dem JemenSaudi-Arabien wehrt Angriffe der Huthi ab
Die Huthi-Miliz feuert erneut aus dem Jemen auf Saudi-Arabien. Zwei ballistische Raketen zielen auf die Großstadt Chamis Muschait, dazu kommen mehrere Drohnen.
Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgefangen. Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf X berichtete.
Die schiitische Huthi-Miliz griff zuletzt mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mehrfach Ziele im benachbarten sunnitischen Königreich Saudi-Arabien an. Dabei gab es auch Tote und Verletzte, unter anderem am Flughafen der Hauptstadt Riad. Auch Ölanlagen wurden attackiert. Saudi-Arabien wiederum ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift Ziele der Huthi an. Die Miliz kontrolliert Gebiete im Norden und Westen des Jemens und wird vom Iran unterstützt.
Der Bürgerkrieg im Jemen hatte im Jahr 2004 mit dem Aufstand der Huthi gegen die jemenitische Regierung begonnen, 2014 übernahm die Miliz die Kontrolle in der Hauptstadt Sanaa. Im Jahr darauf stieg eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition in den Konflikt ein. Hunderttausende Menschen verloren durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ihr Leben. In den letzten Jahren hatte sich die Lage beruhigt, nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran war der Konflikt aber wieder neu entflammt.
Saudi-Arabien ist mit Verbündeten vor über zehn Jahren in den Bürgerkrieg im Jemen eingestiegen. Der Bürgerkrieg bei dem von Hunderttausenden Toten durch direkte und indirekte Kriegsfolgen ausgegangen wird, ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Nach einer Blitzoffensive brachten die Huthi kürzlich große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle.
