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Politik

Robert Koch-Institut: Jeder Dritte Erwachsene hat regelmäßig Schlafprobleme

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 03.06.2026 • 18:48 Uhr

Immer mehr Menschen in Deutschland kommen Nachts nicht zur Ruhe. Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts hat mehr als jeder Dritte mit Schlafproblemen zu kämpfen. Eine Ursache sehen die Experten im Smartphone-Gebrauch.

Mehr als jeder dritte Mensch in Deutschland hat regelmäßig Schlafprobleme. Das geht aus einer Umfrage des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach gaben knapp 32 Prozent an, nicht durchschlafen zu können. Etwa 16 Prozent klagten über Probleme beim Einschlafen und gut 13 Prozent litten unter beidem.

Die Qualität des Schlafs hat sich über die Zeit verschlechtert. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen Studie mit einer vergleichbaren Erhebung, die den Zeitraum 2008 bis 2011 abbildet. Damals hatten gut 30 Prozent der Erwachsenen Schlafprobleme. In der aktuellen Analyse waren es rund 35 Prozent. Dieser Wert liegt aufgrund der doppelt Betroffenen niedriger als die Summe der Ein- und der Durchschlafstörungen.

Die Befragung zeigte zudem, dass Frauen häufiger Schlafprobleme haben als Männer. Die Experten erklären dies zum einen mit hormonellen Veränderungen etwa während Schwangerschaften oder den Wechseljahren sowie mit einem höheren Risiko etwa für Depressionen und Angststörungen, die oft mit Schlafproblemen einhergehen.

Längere Schlafprobleme sollten ärztlich abgeklärt werden

Als mögliche Ursachen nennen die Autoren der Studie zum einen die gestiegene Nutzung von Smartphones. Aber auch gesellschaftliche Krisen wie die Folgen der Corona-Pandemie, der Klimawandel oder aktuelle militärische Konflikte könnten Faktoren sein.

Wenn Schlafprobleme länger anhalten und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und die sonstige Lebensqualität auswirken, kann es sich um eine Insomnie – also eine krankhafte Schlafstörung – handeln. Eine solche Störung erhöht das Risiko für psychische Störungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere negative Folgen. Die RKI-Experten empfehlen, sich ärztlichen Rat zu holen, wenn die Schlafprobleme über längere Zeit anhalten.

Schlafhygiene kann helfen

Darüber hinaus könne man sich um eine gute Schlafhygiene bemühen – also etwa feste Schlafenszeiten, keine Smartphone-Nutzung direkt vor dem Schlafen, kein Alkohol, Koffein oder Nikotin.

Die Studienergebnisse beruhen auf einer Befragung von mehr als 14.000 Frauen und mehr als 12.000 Männern im Jahr 2024. Im Rahmen der Panel-Befragung „Gesundheit in Deutschland“ befragt das RKI regelmäßig die deutschsprachige Bevölkerung in privaten Haushalten, um gesundheitliche Entwicklungen im Zeitverlauf abbilden zu können.

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