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Startseite»Politik»Schwarz-Rot einigen sich bei Koalitionstreffen auf „Arbeitsprozess“
Politik

Schwarz-Rot einigen sich bei Koalitionstreffen auf „Arbeitsprozess“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 13.05.2026 • 07:39 Uhr

Die Koalition will Ergebnisse liefern, das Ringen mit sich selbst geht aber offenbar weiter. Beim Spitzentreffen im Kanzleramt gab es am Ende nur eine Verständigung auf einen „Arbeitsprozess“ – ohne handfeste Beschlüsse.

Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss im Kanzleramt laut Angaben aus Teilnehmerkreisen auf die gemeinsame Arbeitsweise in den kommenden Wochen geeinigt. Statt konkreter Zeitpläne oder Vorhaben habe man sich auf einen „Arbeitsprozess“ verständigt, hieß es nach der sechsstündigen Sitzung der Spitzenrunde. Weitere Einzelheiten dazu wurden allerdings nicht genannt.

Die Koalition steckt seit dem letzten Koalitionsausschuss im April, der noch in der Villa Borsig stattfand, in einer Krise. Die damals beschlossene 1.000-Euro-Entlastungsprämie ist vom Bundesrat abgelehnt worden – unklar bleibt, ob die Bundesregierung den Vermittlungsausschuss anrufen wird, oder das Vorhaben fallen lässt. Der Tankrabatt läuft zudem Ende Juni bereits wieder aus. Diesmal ging es offenbar eher darum, nach Wochen voller Streitereien neues Vertrauen herzustellen.

Kein neuer Stand zur Einkommenssteuer

Die Runde im Kanzleramt habe nun „in guter, vertrauensvoller Atmosphäre getagt“, sagten Koalitionsvertreter nach dem Treffen. Man sei sich einig gewesen, dass die anstehenden Reformen abgestimmt in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht werden sollten, hieß es weiter. Spitzenpolitiker beider Parteien hatten zuletzt öffentlich unterschiedliche Positionen deutlich gemacht – etwa bei der notwendigen Gegenfinanzierung der geplanten Reform der Einkommenssteuer. Ein neuer Stand ist nach dem Treffen im Kanzleramt zunächst nicht bekannt.

Mit Blick auf den Haushalt 2027 legten sich die Koalitionäre jedoch darauf fest, keine Rücklagen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro zum Füllen von Lücken zu nutzen, verlautete es aus Koalitionskreisen. Das war aber auch schon in den Haushalts-Eckwerten so angelegt, die das Kabinett Ende April beschlossen hatte. Die Rücklage ist für den Bundesetat für das Jahr 2028 vorgesehen. Fragen zu Detailregelungen zum Bundeshaushalt 2027 blieben offen.

Außerdem soll der CO2-Preis pro Tonne auf Sprit, Heizöl oder Gas bei 55 bis 65 Euro stabil gehalten und aus dem Klima- und Transformationsfonds KTF finanziert werden. Derzeit beträgt er für einen Liter Kraftstoff zwischen 17 und 20 Cent. Allerdings war auf EU-Ebene bereits beschlossen worden, von einer weiteren Erhöhung abzusehen.

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Dr. Heinrich Krämer
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