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Politik

Schweiz: US-Vize Vance nennt Verhandlungen mit Iran „historisch“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 21.06.2026 • 16:33 Uhr

In der Schweiz wird über ein endgültiges Ende des Iran-Konflikts verhandelt. Zum Auftakt der Gespräche sprach US-Vizepräsident Vance von „großen Fortschritten“ und bezeichnete die Verhandlungen als „historisch“.

Fast vier Monate nach Beginn des Iran-Kriegs haben in einem Schweizer Luxushotel Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein endgültiges Friedensabkommen begonnen. Außerdem an den Gesprächen beteiligt sind Vermittler aus Pakistan und Katar.

US-Vizepräsident JD Vance bezeichnete die Verhandlungen mit Iran in einer ersten Pressekonferenz als „historisch“. „Was der Präsident uns aufgetragen hat, ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen, um unsere Beziehung zum iranischen Volk zu verändern, und ihm eine ausgestreckte Hand anzubieten“, sagte Vance.

„Bereits große Fortschritte“

„Allein in den vergangenen Stunden haben wir bereits große Fortschritte erzielt, und ich gehe davon aus, dass wir weitere Fortschritte machen werden“, so Vance weiter. Wenn die Führung in Teheran bereit sei, „auf ihre Rolle als Faktor regionaler Instabilität zu verzichten“, und wenn sie bereit sei, „dauerhaft auf jede Ambition zur Erlangung von Atomwaffen zu verzichten“, dann seien die Vereinigten Staaten bereit, „ihre Beziehungen zu diesem Land grundlegend zu verändern“.

Verhandlungen über endgültiges Kriegsende

Vance und die US-Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff sollten in der Schweiz mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi über die Ausgestaltung des Rahmenabkommens verhandeln, das ein Ende des Krieges zwischen beiden Staaten herbeiführen soll. Dafür ist zunächst ein Zeitraum von 60 Tagen vorgesehen.

Zentrale Themen bei den Verhandlungen sind das iranische Atomprogramm und die internationalen Sanktionen gegen Teheran, aber auch die nachhaltige Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus, ein Milliardenprogramm für den Wiederaufbau in Iran sowie die Lage im Libanon.

Angriffe im Libanon überschatten Verhandlungen

Denn der Auftakt der Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs wurde durch neue israelische Angriffe auf die Terrororganisation Hisbollah im Libanon überschattet. Bei Attacken in der Bekaa-Ebene und in der Hafenstadt Tyrus seien sieben Menschen getötet worden, unter ihnen ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA.

Israel erklärte, man reagiere auf Angriffe der Hisbollah. Außerdem habe es in der Nacht keine israelischen Angriffe gegeben. Teheran finanziert die proiranische Hisbollah-Miliz und hat mehrfach mit Konsequenzen gedroht, sollte Israel sich nicht an die im Iran-Krieg vereinbarte Waffenruhe halten.

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