Seidel scheitert bei US Open
„Todesnervöse“ Eva Lys feiert ganz wichtigen Sieg
Eva Lys durchlebt eine schwierige Saison. Bei den US Open beginnt sie „todesnervös“, schafft aber trotzdem einen wichtigen Sieg. Für eine andere deutsche Tennisspielerin ist das Turnier vorbei.
Eva Lys hat bei den US Open als erster deutscher Tennisprofi die zweite Runde erreicht. Die 24-Jährige gewann ihre Auftaktpartie gegen die tschechische Qualifikantin Gabriela Knutson mit 6:3, 6:3. Lys bekommt es nun mit der Siegerin aus der Partie zwischen der russischen French-Open-Gewinnerin Mirra Andrejewa und Janice Tjen aus Indonesien zu tun. Die Hamburgerin stand in New York bislang noch nie in der dritten Runde.
Lys war anzumerken, dass sie bislang eine sportlich schwierige Saison durchlebt. „Ich bin todesnervös reingekommen, aber ich bin einfach unglaublich stolz auf mich selbst, dass ich meine Nerven behalten habe und den Spaß nicht verloren habe“, sagte sie bei sporteurope.tv. „Für mich ist es ein ganz, ganz großer Sieg heute.“
Ella Seidel hat das Weiterkommen hingegen verpasst. Die 21-Jährige musste sich der Ukrainerin Julija Starodubzewa deutlich mit 2:6, 2:6 geschlagen geben. Für Seidel war es der Premierenauftritt im Hauptfeld der US Open, sie hat noch nie bei einem Grand Slam die erste Runde überstanden. Zuvor waren von den insgesamt acht deutschen Tennisprofis bereits Tamara Korpatsch und Yannick Hanfmann direkt zum Auftakt gescheitert.
Lys profitiert von Fehlern der Gegnerin
Begonnen hatte das Match von Lys mit rund vier Stunden Verzögerung. Der hartnäckige Regen vom Vormittag war zu diesem Zeitpunkt endlich verflogen, doch die Luftfeuchtigkeit blieb extrem hoch. Lys, die nach ihrem Durchbruch im Vorjahr nun immer wieder mit ihrem Körper zu kämpfen gehabt hatte, kam mit den schwierigen Bedingungen aber gut zurecht und bestrafte die Nachlässigkeiten der Nummer 184 der Welt.
Auch begünstigt durch zahlreiche Fehler ihrer Gegnerin kämpfte sich Lys nach nervösem Beginn ins Spiel und sicherte sich den ersten Durchgang. Insgesamt unterliefen Knutson 31 unerzwungene Fehler in der gesamten Partie. Auch im zweiten Satz missglückte der Beginn für Lys kräftig, doch nach einem 0:3 holte sie sechs Spiele in Serie und feierte nach 72 Minuten das Weiterkommen. Der 24-Jährigen droht in näherer Zukunft ein Abrutschen aus den Top 100 des WTA-Rankings, weshalb der Sieg für sie besonders wichtig ist.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa
