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Startseite»Nachrichten»Stunden nach Selenskyjs Warnung: Russland startet neuen Großangriff auf Kiew
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Stunden nach Selenskyjs Warnung: Russland startet neuen Großangriff auf Kiew

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stunden nach Selenskyjs WarnungRussland startet neuen Großangriff auf Kiew

Kiews Rettungskräfte sind nach massivem Beschuss aus Russland im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Erfolge an der Front erzielt Russland nicht, dafür verstärkt Moskau den Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung. Ein nächtlicher Angriff auf Kiew fordert Tote und Verletzte. Präsident Selenskyj hatte das Bombardement vor dem Nato-Gipfel kommen sehen.

In der Nacht ist es zu einer vorab befürchteten Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische Städte gekommen. Kurz nach Mitternacht löste die Flugabwehr in fast allen Landesregionen Luftalarm aus. Aus Kiew wurden heftige Explosionen gemeldet, Behörden und Medien berichteten über zahlreiche Einschläge in der Hauptstadt und ihren Vororten. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt, mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Ein Wohnblock sei teils eingestürzt, hieß es.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP gaben an, während eines Raketenalarms in der ukrainischen Hauptstadt mehr als zehn Explosionen gehört zu haben. Zudem hätten sie Lichtblitze im Himmel gesehen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Angriff auf Kiew binnen weniger als einer Woche. Der Gouverneur der Region Kiew teilte mit, dass fünf Menschen verletzt worden seien. In Butscha nordwestlich der Hauptstadt seien drei Menschen ins Krankenhaus gebracht worden.

Selenskyjs Warnung kann Opfer nicht verhindern

Angeblich setzten die Angreifer neben zahlreichen Drohnen auch Dutzende Marschflugkörper und Raketen ein. Marschflugkörper können von den Angreifern besser manövriert und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr erfasst werden, ballistische Raketen sind dafür aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag davor gewarnt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin noch vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei am Dienstag eine weitere Welle schwerer Luftangriffe befehlen dürfte. Dabei berief er sich auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. „Das entspricht ganz Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag (am 4. Juli) und vor dem Nato-Gipfel in Ankara“ wolle er „noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten“, sagte Selenskyj. Er appellierte an die Partner seines Landes, die ukrainische Flugabwehr stärker zu unterstützen.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP

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