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Politik

Tech-Sorgen halten an: DAX vor verhaltenem Start

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 24.06.2026 • 08:12 Uhr

Auch gestern standen die Technologiewerte in New York unter Druck. Die Sorgen um steigende Zinskosten halten an. Der DAX dürfte mit leichten Abschlägen in den Tag starten.

Die Aktienmärkte bleiben nervös. Auch gestern Abend gab es an der US-Technologiebörse Nasdaq hohen Verkaufsdruck. Der Nasdaq 100 gab um weitere 3,3 Prozent nach. Die Standardwerte des Dow Jones verloren dagegen nur 0,1 Prozent.

Verkauft wurden vor allem die bisherigen Börsenlieblinge mit KI-Bezug wie Nvidia oder die Google-Mutter Alphabet. Ebenfalls deutlich im Minus schlossen die Chiphersteller Intel, Marvell Technology und Advanced Micro Devices. Immerhin konnte sich die Aktie von SpaceX nach ihrem heftigen Einbruch um ein Prozent erholen.

Der CBOE-Volatilitätsindex, das Angstbarometer der Wall Street, erreichte den höchsten Stand seit mehr als einer Woche. Der Markt dürfte insgesamt volatiler werden, sagte Melissa Brown, Analystin bei SimCorp. Das liege an dem Umfeld potenziell steigender Zinsen, dem Wettbewerb um Kapital aufgrund großer Börsengänge sowie weiterer Unsicherheiten hinsichtlich der Ölpreise.

Die Börsen in Asien tendieren uneinheitlich. In China und Japan gibt es weitere leichte Verluste, der südkoreanische Kospi-Index erholt sich dagegen etwas, nachdem er am Dienstag um zehn Prozent eingebrochen war.

Vor diesem Hintergrund dürfte der DAX verhalten in den Tag starten. Erste Indikationen deuten auf leichte Kursabschläge hin. Gestern hatte der deutsche Leitindex ein Prozent auf 24.893 Punkte eingebüßt.

In der gegenwärtigen Lage blicken die Anleger verstärkt auf das Zinsumfeld. Viele Händler setzen mittlerweile darauf, dass die amerikanische Notenbank Fed ihren Leitzins bis Jahresende zweimal erhöht. Sie stellen sich damit auf eine straffere Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh ein.

Steigende Zinsen erhöhen die Kosten und das Risiko bei den hochverschuldeten Technologiekonzernen. Besonders die sogenannten Hyperscaler stehen hier im Fokus, die den massiven Ausbau ihrer Infrastruktur für Künstliche Intelligenz zunehmend über Schulden finanzieren. „Einige der jüngsten Nachrichten über KI werfen Fragen über die gesamten Ausgaben, die Investitionen und den Kapazitätsaufbau bei Halbleitern auf“, sagte Thomas Martin, leitender Portfoliomanager bei Globalt.

Um 10:00 Uhr wird der ifo-Geschäftsklimaindex für Juni veröffentlicht. Angesichts der Verhandlungen im Iran-Konflikt könnte sich der wichtigste deutsche Frühindikator leicht verbessert haben. Prognosen sehen den ifo-Index bei 85,5 nach 84,9 Punkten im Mai.

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