Wegen Machtmissbrauchs in seiner Amtszeit war Thaksin zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seine Strafe wurde auf ein Jahr verkürzt. Nun kam er noch früher frei.
Thailands Ex-Premier Thaksin Shinawatra ist nach acht Monaten Haft frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Er steht nun nach einer umstrittenen Korruptionsstrafe unter Bewährung.
Als der 76-Jährige das Gefängnis am Morgen in Bangkok verließ, wurde er von Anhängern, politischen Verbündeten und seiner Familie empfangen – darunter auch seine Tochter, die frühere Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra. Thaksin war 2006 in einem Putsch vom Militär abgesetzt worden.
Thaksin muss Überwachungsarmband tragen
Nach seiner Rückkehr aus dem Exil 2023 verbrachte der Milliardär fast sechs Monate in einem Krankenhaus. Richter kamen später zu dem Schluss, dass der Aufenthalt absichtlich verlängert wurde, um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden.
Wegen Machtmissbrauchs während seiner Amtszeit war er ursprünglich zu acht Jahren Haft verurteilt worden, die der thailändische König später auf ein Jahr verkürzte. Bis zum Ende seiner Bewährungszeit im September muss Thaksin ein elektronisches Überwachungsarmband tragen.
Seine Partei Pheu Thai ist besonders bei ärmeren Menschen auf dem Land beliebt, verlor zuletzt aber deutlich an Unterstützung. Er gilt als Strippenzieher, der weiterhin Thailands Politik beeinflusst.

