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Umfangreiches Abkommen: Polen und Großbritannien besiegeln Verteidigungspakt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 27, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Umfangreiches AbkommenPolen und Großbritannien besiegeln Verteidigungspakt

Premier Starmer (r.) und Polens Premierminister Tusk ehren bei ihrem Treffen Kriegsgefallene. (Foto: REUTERS)

Die großen Länder Europas schließen seit dem russischen Überfall auf die Ukraine zahlreiche bilaterale Sicherheitsabkommen. Polen sichert sich dabei zunächst die Hilfe von Paris. Nun trifft es eine Vereinbarung mit London, in wenigen Wochen folgt Berlin.

Großbritannien und Polen haben ein umfangreiches Verteidigungs- und Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Der Vertrag werde die Zusammenarbeit der beiden Länder in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Energie und Migration vertiefen, teilte die britische Regierung mit. Teil der Vereinbarung ist unter anderem die gemeinsame Entwicklung und Produktion komplexer Waffensysteme.

„Dies ist ein wirklich wichtiger Tag für beide Länder“, sagte der britische Premierminister Keir Starmer, nachdem er Polens Regierungschef Donald Tusk empfangen hatte. „Wir sind seit langem Verbündete und Freunde, teilen eine gemeinsame Sicht auf die Welt und gemeinsame Werte.“ Die Briten betonten die „Bemühungen des Premierministers, die Beziehungen zu Europa zu vertiefen und die Verbindungen zur EU zu stärken“.

Tusk nannte das Abkommen ein „außergewöhnliches, historisches Dokument“. Die Zusammenarbeit sei voller Vertrauen und Berechenbarkeit gewesen, dies habe den schnellen Abschluss ermöglicht. „Großbritannien und Polen brauchen diese Zusammenarbeit auf höchster Ebene bei Sicherheit und Verteidigung.“ Man wolle die gemeinsamen Werte verteidigen: Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechte, Solidarität und Wohlstand.

Polen hatte vor einem Jahr bereits ein ähnliches Abkommen mit Frankreich unterzeichnet. Das EU- und Nato-Land ist einer der engsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Polen sieht sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet derzeit massiv auf. Für das laufende Jahr sind 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung vorgesehen. Von den umgerechnet 46,6 Milliarden Euro soll mehr als die Hälfte in die Anschaffung neuen Geräts fließen. Großbritannien hat seinerseits bereits ähnliche Abkommen mit Frankreich und Deutschland geschlossen.

Berichten zufolge wollen Deutschland und Polen am 17. Juni ein umfangreiches Sicherheits- und Verteidigungsabkommen schließen. Dies hatte der deutsche Botschafter im Nachbarland, Miguel Berger, der polnischen Agentur PAP Mitte Mai gesagt. An jenem Tag jährt sich die Unterzeichnung eines deutsch-polnischen Grundlagenvertrags zum 25. Mal. Die Vereinbarung soll bei einem Forum in Berlin unterzeichnet werden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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