Wie von Präsident Trump angekündigt haben die USA erneut Ziele in Iran angegriffen. Explosionen werden aus der Küstenregion gemeldet. Teheran kündigte umgehend an, massive Gegenangriffe auf US-Basen in der Region zu starten.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Offenbar wurden vor allem Ziele an der Küste zum Persischen Golf attackiert.
US-Präsident Donald Trump hatte beim NATO-Gipfel in der Türkei das Rahmenabkommen mit dem Iran für eine Beendigung des Krieges praktisch für gescheitert erklärt und mit Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Islamischen Republik und der Einnahme der für die iranische Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht, über die etwa 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden. Wenn die USA dazu gezwungen seien, würden sie die iranischen Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen zerstören, sagte er.
Bereits gestern Dutzende Angriffe
Kurze Zeit später hatte Trump dann aber erklärt, er rechne nicht mit einer Fortsetzung des Krieges. „Was auch immer passiert, wird sehr schnell gehen“, sagte er.
Bereits am Vortag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet, für die sie Iran verantwortlich macht.
Iran will ebenfalls angreifen
In iranischen Medien wurde ein Militärsprecher zitiert, der massive Gegenangriffe auf US-Basen in der Region ankündigt. Schon nach der Angriffswelle gestern hatten Irans Streitkräfte einen begrenzten Gegenschlag auf US-Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain gestartet.
