Die Epstein-Akten und ihre Veröffentlichung sorgten für großen Druck auf die US-Regierung. Vizepräsident Vance kritisiert nun, wie seine Regierung das handhabte – und benennt eine aus seiner Sicht Verantwortliche.
US-Vizepräsident JD Vance hat den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisiert. „Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig“, sagte er im Podcast „The Joe Rogan Experience“. Gerade die Kommunikation habe seine Regierung „komplett vermasselt“. Dass sie versucht hätten, etwas zu verbergen, verneinte er allerdings und machte vor allem die damalige Justizministerin Pam Bondi verantwortlich.
Vance nannte unter anderem eine viel beachtete Äußerung von Bondi, die gesagt hatte, eine Kundenliste des Sexualstraftäters liege bei ihr auf dem Tisch. US-Präsident Donald Trump hatte Bondi Anfang April abgesetzt.
Kritik an Schwärzungen
Epstein soll vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben haben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle.
Der Skandal war mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten wieder in die Schlagzeilen geraten.
Die per Gesetz geforderte Veröffentlichung der Ermittlungsakten fiel in Bondis Zuständigkeit. Kritiker prangerten etwa an, geschwärzte Stellen in den Akten schützten nicht nur Opfer, sondern auch mutmaßliche Mittäter.
