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Startseite»Politik»Vor Gesprächen: Trump droht mit US-Maut in Straße von Hormus
Politik

Vor Gesprächen: Trump droht mit US-Maut in Straße von Hormus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 21.06.2026 • 03:27 Uhr

Von heute an verhandeln die USA und Iran in der Schweiz über ein dauerhaftes Friedensabkommen. Sollten die Gespräche scheitern, droht US-Präsident Trump mit einer Maut in der Straße von Hormus.

Wenige Stunden vor den angesetzten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in der Schweiz hat US-Präsident Donald Trump mit einer US-Maut in der Straße von Hormus gedroht.

Während der 60 Tage geltenden Waffenruhe im Zuge der Rahmenvereinbarung mit Iran werde es in der wichtigen Meerenge „keine Maut geben“ erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Sollte jedoch kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als „Schutzengel“ der Region vergüten lassen.

Erst Öffnung, dann wieder Sperrung

Iran hatte die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitgehend blockiert.

Ein unter Vermittlung Pakistans und Katars ausgehandeltes Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran sieht vor, binnen 60 Tagen einen endgültigen Vertrag für eine umfassende Friedenslösung auszuhandeln. Die Absichtserklärung sieht auch eine Öffnung der Straße von Hormus vor. Erste Schiffe passierten bereits die Meerenge.

Gestern teilte das iranische Militär dann mit, die Straße von Hormus erneut gesperrt zu haben. Es begründete den Schritt mit Israels Angriffen im Libanon. Das US-Militär widersprach der Darstellung und bekräftigte, der Schiffsverkehr in der Meerenge laufe weiter.

Angriffe in Teilen des Libanon wohl eingestellt

Unterdessen stellt die israelische Armee Medienberichten zufolge ihre Angriffe im Libanon weitgehend ein. Sie folgt demnach einer Anweisung der Regierung.

Ausgenommen davon ist den Berichten zufolge die sogenannte Sicherheitszone, die sich von der israelischen Grenze nach Norden in den Libanon zieht. Dort würden weiter Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz attackiert, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.

Gespräche in der Schweiz beginnen

Wie sich die Lage im Libanon entwickelt, wird auch vom Verlauf der heute beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran abhängen. Sie sollen laut Vermittler Pakistan auf technischer Ebene in einem Luxusressort in der Schweiz stattfinden.

Die iranische Delegation ist bereits angekommen, wie das schweizerische Außenministerium auf X mitteilte. Auch US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Verhandlungen aufgebrochen. „Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen“, sagte er vor dem Abflug.

Er könne nur für ein oder zwei Tage dort sein, danach würden die Gespräche auf anderer Ebene fortgeführt. Wie Vance zuvor bestätigt hatte, sind auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff an den Gesprächen beteiligt.

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