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Startseite»Politik»Weltweite Lebensmittelpreise steigen auf höchsten Stand seit 2022
Politik

Weltweite Lebensmittelpreise steigen auf höchsten Stand seit 2022

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.09.2026 • 13:41 Uhr

Weltweit steigen die Lebensmittelpreise immer weiter. Das liegt unter anderem an Extremwetter, etwa der Dürre in Europa. Aber auch militärische Konflikte wie der Krieg im Nahen Osten verteuern Nahrungsmittel.

Die weltweiten Lebensmittelpreise sind wegen extremer Wetterereignisse und militärischer Konflikte auf den höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen. Dies teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute mit.

Der entsprechende Index, der die internationale Preisentwicklung anhand eines erdachten Nahrungsmittelkorbs misst, stieg im August auf 133,3 Punkte. Das machte ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem überarbeiteten Niveau im Juli und 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert liegt damit noch fast 17 Prozent unter dem Rekordhoch vom März 2022, das nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erreicht worden war.

Risikoaufschläge an den Märkten

„Der Anstieg der weltweiten Lebensmittelpreise im August ist eine Warnung, dass Risikoaufschläge an die Lebensmittelmärkte zurückkehren“, sagte FAO-Chefökonom Maximo Torero. „Klimaschocks, geopolitische Spannungen und gestörte Handelslogistik treffen zusammen und führen zu einer Verknappung des erwarteten Angebots.“

Extreme Hitze und Dürre in Europa belasten etwa die Aussichten für die Mais- und Zuckerrübenernte. Zudem schürt das erwartete Wetterphänomen El Nino Sorgen über die Produktion von Pflanzenöl und Zucker.

Getreideproduktion geht zurück

Aber auch militärische Konflikte treiben die Preise: Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran belastet laut der FAO weiterhin die Verfügbarkeit von Düngemitteln. Und zunehmende Angriffe im Schwarzen Meer schränkten die Getreidelieferungen aus Russland und der Ukraine ein. Die globalen Weizenpreise stiegen im August um 2,6 Prozent und lagen 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.

So senkte die FAO in einem gesonderten Bericht ihre Prognose für die weltweite Getreideproduktion im laufenden Jahr. Die Ernte wird nun auf 2,98 Milliarden Tonnen geschätzt. Dies sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch wäre es die zweitgrößte jemals verzeichnete Erntemenge.

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