Wie reagieren die USA?Iran knüpft Teilnahme an Fußball-WM an zehn Bedingungen
Über eine Teilnahme des Iran an der Fußball-WM 2026 wird seit Monaten diskutiert. Das Land selbst möchte an dem Turnier teilnehmen. Allerdings nur, wenn die drei Gastgeber bestimmte Dinge akzeptieren.
Iran will trotz der angespannten politischen Lage und des anhaltenden Krieges im Nahen Osten an der Fußball-WM 2026 teilnehmen. Dies erklärte der iranische Verband FFIRI. Zugleich knüpfte der Verband die Teilnahme der Nationalmannschaft an Bedingungen gegenüber den drei Gastgebern USA, Mexiko und Kanada.
„Wir werden definitiv an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen, aber die Gastgeber müssen unsere Bedenken berücksichtigen“, erklärte der Verband auf seiner Website. Weiter hieß es: „Wir werden an der Weltmeisterschaft teilnehmen, aber ohne jedes Abrücken von unseren Überzeugungen, unserer Kultur und unseren Grundsätzen.“
Rubio schließt Einreiseverbote nicht aus
Hintergrund der Forderungen ist unter anderem ein Vorfall im April, als Kanada dem iranischen Verbandschef Mehdi Taj vor dem FIFA-Kongress die Einreise verweigerte. Taj steht wegen seiner Verbindungen zu den Revolutionsgarden (IRGC), die von Kanada 2024 als Terrororganisation eingestuft worden waren, in der Kritik.
Nach Angaben Tajs hat Teheran insgesamt zehn Bedingungen formuliert, darunter die problemlose Erteilung von Visa, Respekt gegenüber Flagge und Nationalhymne sowie umfassende Sicherheitsgarantien an Flughäfen, in Hotels und auf den Wegen zu den Stadien. US-Außenminister Marco Rubio betonte zwar, iranische Spieler seien willkommen, schloss jedoch Einreiseverbote für Delegationsmitglieder mit IRGC-Bezug nicht aus.
FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigte, dass Iran seine WM-Partien wie vorgesehen in den USA austragen werde. Die iranische Auswahl ist für die Vorrunde in Gruppe G mit Neuseeland, Belgien und Ägypten gelost und soll ihr erstes Spiel am 15. Juni in Los Angeles bestreiten.
