Wut und Schmerz bei French OpenTennisprofi muss für Unfall mit Werbeaufsteller teuer bezahlen
Was für ein bitteres Ende des wichtigsten Sandplatzturniers der Saison für Zeynep Sönmez: Die junge Türkin verletzt sich im Doppel-Wettbewerb der French Open auf kuriose Art. Sie ist aber nicht der erste Profi, den es erwischt.
Unschöne Bilder bei den French Open: Die türkische Hoffnungsträgerin Zeynep Sönmez hat ihr Zweitrundenmatch in der Doppelkonkurrenz von Paris nach einem Unfall verletzungsbedingt aufgeben müssen. Die Doppelpartnerin der Deutschen Tatjana Maria stürzte über einen der bereits zuvor umstrittenen Werbe-Aufsteller und schien anschließend Probleme mit dem rechten Knie zu haben.
Sönmez hatte versucht, einen hohen Ball noch zu erreichen. Beim Zurücklaufen stolperte sie über den Aufsteller mit Sponsoren-Aufschrift und prallte von dort gegen die Bande des Courts. Auch ihr Knie war dabei beteiligt. Wenig später mussten sie und Maria die Partie gegen die Ukrainerinnen Dajana Jastremska und Anhelina Kalinina beim Stand von 0:2 im ersten Satz aufgeben. Im EInzel war die Weltranglisten-66. in der ersten Runde an der Australierin Daria Kasatkina gescheitert. Auch für ihre Partnerin ist das Turnier mit dem Unfall beendet: Tatjana Maria war im Einzel ebenfalls in der ersten Runde ausgeschieden.
„Die Dinger müssen weg“
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art beim Turnier an der Seine. Die Britin Katie Boulter war am Donnerstag im Rückwärtslaufen ebenfalls über einen kleinen Werbe-Aufsteller gestolpert. Sie kam mit dem Schrecken davon, forderte im Anschluss aber Konsequenzen. „Die Dinger müssen weg“, schrieb sie in den Sozialen Netzwerken: „Gestern Abend hatte ich Glück, aber das nächste Mal vielleicht nicht mehr…“
Auch die Turnier-Mitfavoritinnen Marta Kostjuk und Iga Swiatek äußerten ihr Unverständnis über die Aufsteller, die am hinteren Ende der Plätze stehen. „Es ist wirklich gefährlich“, sagte die Ukrainerin Kostjuk. Sie selbst hatte bei einer ähnlichen Situation den Ball lieber durchgelassen. „Ich spiele diesen Ball nicht voll, weil ich lieber den Punkt verliere, als mich zu verletzen.“
Swiatek forderte Konsequenzen. „Wenn so etwas passiert, muss natürlich reagiert werden, denn es gibt ja andere Möglichkeiten, präsent zu sein“, sagte die Polin. Sie erklärte: „Auf Sandplätzen brauchen wir natürlich mehr Platz, weil die Bälle höher fliegen und man den Platz mit Spin und so weiter besser nutzen kann.“
Der Belgier Alexander Blockx hatte zuvor sein Zweitrunden-Match gegen Alex de Minaur kurzfristig absagen müssen, weil er beim Training über Abdeckungen am hinteren Rand eines Courts gestolpert und dabei umgeknickt war. Sein Trainer Ruben Bemelmans erklärte im Anschluss, auch über rechtliche Schritte gegen die Turnierveranstalter nachzudenken.
