Die Zahl der Einbürgerungen ist im fünften Jahr in Folge gestiegen: Im vergangenen Jahr haben mehr als 332.000 Menschen aus dem Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Die meisten Eingebürgerten stammen aus Syrien.
Im Jahr 2025 haben 332.500 Menschen aus dem Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren das 14 Prozent oder 40.500 Personen mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl der Einbürgerungen im fünften Jahr in Folge. Die Zahlen werden seit dem Jahr 2000 erhoben.
2025 erhielten, wie bereits seit 2021, Syrerinnen und Syrer am häufigsten die deutsche Staatsbürgerschaft. Die meisten Eingebürgerten stammten erneut aus Syrien. Ihre Zahl sank im Vergleich zu 2024 jedoch um 21 Prozent auf 65.600.
Viele Einbürgerungen aus Türkei und Russland
Die Statistiker erklären die anhaltend hohe Zahl an Einbürgerungen von Syrern damit, dass viele der zwischen 2014 und 2016 zugezogenen Schutzsuchenden inzwischen die notwendigen Voraussetzungen für die deutsche Staatsbürgerschaft erfüllen.
Dahinter folgten türkische und russische Staatsangehörige, deren Zahl mit 34.100 beziehungsweise 19.700 jeweils um 51 Prozent stieg. Ein besonders starkes Wachstum im Vorjahresvergleich zeigte sich auch bei den Einbürgerungen von bosnischen (plus 126 Prozent auf 8.800), US-amerikanischen (plus 100 Prozent auf 6.600) und albanischen (plus 97 Prozent auf 6.100) Staatsangehörigen.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zum Zeitpunkt der Einbürgerung lag demnach bei 12,4 Jahren.
