Ziele auch „gegen USA“ erreichenLawrow zeigt sich nach Ukraine-Treffen mit Rubio verbittert
Als die Trump-Regierung ihre Arbeit aufnimmt, ist die Freude in Moskau groß. Weil der US-Präsident regelmäßig russische Erzählungen aufnimmt, glaubt der Kreml, mit seiner Hilfe die Ukraine unterwerfen zu können. Mittlerweile ist von der Begeisterung nicht mehr viel übrig.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Entschlossenheit Moskaus zur Durchsetzung seiner Kriegsziele betont – notfalls auch gegen den Willen der US-Regierung. Washington habe offenbar seine Haltung bezüglich der zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump in Alaska getroffenen Vereinbarungen geändert, sagte Lawrow am Rande eines Gipfels im zentralasiatischen Kirgistan. „Natürlich haben wir mehrfach gesagt, dass wir eine diplomatische Lösung vorziehen würden, aber unsere Ziele erreichen wir unter allen Umständen“, behauptete Lawrow.
Der russische Chefdiplomat kommentierte damit die Worte seines US-Kollegen Marco Rubio, der den Gipfel in Anchorage 2025 zwischen Trump und Putin als gescheitert bezeichnete und neue Wege für eine diplomatische Lösung forderte. Beide Politiker hatten sich erst am Vortag am Rande des Asean-Gipfels in Manila getroffen. Lawrow behauptete, die Ukraine habe die russischen Vorschläge abgelehnt, auch weil sie mit US-Waffenhilfen rechnen konnte.
Konkrete Ergebnisse waren nach dem Alaska-Gipfel im vergangenen Jahr nicht bekannt geworden. Trump hatte das Treffen aber als großen Erfolg und Kompromiss gelobt. Putin rückte freilich anschließend von keiner seiner Forderungen zur Beendigung des von ihm 2022 begonnenen Krieges ab. So beansprucht Moskau weiterhin das Recht zur Besetzung ukrainischer Landstriche, die das russische Militär in knapp viereinhalb Jahren nicht erobern konnte.
