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Startseite»Nachrichten»Offenbar Atomreaktoren an Bord: Wurde russischer Frachter im Mittelmeer torpediert?
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Offenbar Atomreaktoren an Bord: Wurde russischer Frachter im Mittelmeer torpediert?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Offenbar Atomreaktoren an BordWurde russischer Frachter im Mittelmeer torpediert?

Die „Ursa Major“ im Sommer 2022 im Hafen Baltijsk in der Region Kaliningrad. (Foto: REUTERS)

Der Untergang des russischen „Ursa Major“ Ende 2024 wirft weiter Fragen auf. Einem Medienbericht zufolge könnte ein westlicher Staat den Frachter mit einem Torpedo angegriffen haben, um eine Lieferung sensibler Nukleartechnik nach Nordkorea zu stoppen.

Der Untergang eines russischen Frachtschiffes vor der spanischen Küste im Dezember 2024 könnte Recherchen zufolge durch einen Torpedoangriff verursacht worden sein. Wie CNN berichtet, könnte es sich um eine verdeckte Operation eines westlichen Staates gehandelt haben, um Russland daran zu hindern, seinem Verbündeten Nordkorea nukleare Antriebsreaktoren zu liefern.

Hinweise auf eine mögliche radioaktive Fracht liefern dem Bericht zufolge auch militärische Aktivitäten in der Nähe der Unglücksstelle. So überflogen US-Aufklärungsflugzeuge vom Typ WC135-R im August 2025 und im Februar 2026 das Gebiet des Wracks. Die Maschinen dienen vor allem dem Aufspüren radioaktiver Partikel in der Atmosphäre.

Eine Woche nach dem Untergang sei das Wrack der „Ursa Major“ zudem von der „Jantar“, einem mutmaßlichen russischen Spionageschiff, aufgesucht worden. Wie eine mit den spanischen Ermittlungen vertraute Quelle dem Sender sagte, blieb die „Jantar“ fünf Tage an der Untergangsstelle und soll dort vier Explosionen ausgelöst haben – möglicherweise, um Überreste des Wracks am Meeresgrund zu zerstören.

Reederei spricht von „Terroranschlag“

Die genauen Umstände des Untergangs der „Ursa Major“ sind bis heute unklar. Am 22. Dezember 2024 setzte der Frachter aus zunächst ungeklärten Gründen einen Notruf ab. Wenige Stunden später wiesen russische Begleitschiffe die spanischen Rettungskräfte an, Abstand zu dem Schiff zu halten. Kurz darauf kam es auf der „Ursa Major“ zu Explosionen, wodurch zwei Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Um kurz nach Mitternacht sank das Schiff. Vier Tage nach dem Untergang sprach der Eigentümer der „Ursa Major“, die Reederei Oboronlogistics, von drei Explosionen und einem „gezielten Terroranschlag“.

Der Untergang des Frachters ereignete sich in den letzten Amtswochen von Joe Biden als US-Präsident und nur zwei Monate nachdem Nordkoreas Diktator Kim Jon Un Truppen in die russische Region Kursk entsandt hatte, wo die ukrainischen Streitkräfte eine Offensive durchführten.

„Jemand hat den Schiffsdatenschreiber“

Nach Druck der Opposition äußerte sich die spanische Regierung erst am 23. Februar 2025 zu dem Untergang der „Ursa Major“. In einer Erklärung teilte Madrid mit, dass der russische Kapitän Ermittlern gesagt habe, der Frachter habe „Komponenten für zwei Atomreaktoren transportiert, ähnlich denen, die in U-Booten verwendet werden“. Er sei zudem nicht sicher, ob diese mit Kernbrennstoff beladen gewesen seien. Außerdem habe der Kapitän angegeben, dass sein Schiff vermutlich zum nordkoreanischen Hafen Rason umgeleitet werden sollte, um dort die beiden Reaktoren abzuliefern.

Die Überreste der „Ursa Major“ liegen nach Angaben der spanischen Regierung in einer Tiefe von etwa 2500 Metern. Eine Bergung des Datenrekorders sei dort „ohne erheblichen technischen Aufwand und erhebliche Risiken nicht möglich“. Fachleute bewerten diese Darstellung jedoch mit Skepsis. „Heutzutage treiben Schiffsdatenschreiber normalerweise mit einem Ortungsgerät an die Oberfläche, sodass sie bei jedem Unfall gefunden werden können“, sagte ein Marineexperte zu CNN. „Ich denke, jemand hat den Schiffsdatenschreiber. Aber wir wissen nicht, ob es Spanien ist oder ob die Russen ihn selbst geortet haben.“

Quelle: ntv.de, jpe

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