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Politik

Kubas Regierung veröffentlicht Leitfaden für den Fall eines Angriffs

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 18.05.2026 • 15:36 Uhr

Die USA drohen Kuba mit einer Übernahme. Nun reagiert die Regierung des Inselstaats und legt einen Leitfaden für den Fall eines Angriffs vor. Doch Vorräte anzulegen, ist für viele Kubaner utopisch.

Jenny Barke

In Kuba wächst die Sorge vor einem möglichen Angriff der USA: Angesichts der Spannungen mit den Vereinigten Staaten hat der kubanische Zivilschutz ein Handbuch mit Richtlinien für die Bevölkerung im Falle einer militärischen Aggression veröffentlicht. Der Leitfaden empfiehlt, einen Rucksack mit Lebensmitteln und Medikamenten bereitzuhalten und sich bei Luftalarm sofort an einen sichereren Ort zu begeben.

Das neunseitige Dokument, das die Regierung in Havanna online gestellt hat, sorgt im Netz für viel Kritik. In Kommentaren unter Facebook-Posts kubanischer Nachrichtenseiten verhöhnen Kubaner die Empfehlungen: Um Vorräte für den Kriegsfall anzulegen, bräuchte es Lebensmittel und Medikamente. Derzeit befindet sich Kuba jedoch in einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise.

Die Bevölkerung leidet unter der Mangelwirtschaft, die Supermarktregale bleiben leer, viele Krankenhäuser arbeiten im Notbetrieb, Medikamente gibt es kaum. Die Lage hat sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschärft, durch von US-Präsident Donald Trump blockierte Öltransporte und weitere US-Sanktionen gegen Kuba.

Stromversorgung bricht immer wieder zusammen

In der Folge wird die Energiekrise immer dramatischer, Stromausfälle dauern teils bis zu 22 Stunden, zuletzt brach das Stromnetz am Donnerstag zu großen Teilen zusammen. Aufgrund des Mangels an Brennstoff und der maroden Infrastruktur kann Kuba nur ein Drittel seines Energiebedarfs decken.

Ende vergangener Woche haben Hunderte Kubaner gegen die Energiekrise protestiert. Die Stromversorgung ist inzwischen wieder hergestellt. Mit zusätzlichen Drohungen versucht die US-Regierung, einen politischen Wandel auf der Insel zu erzwingen: Am Mittwoch will das US-Justizministerium Insidern zufolge strafrechtliche Schritte gegen den früheren kubanischen Präsidenten und inzwischen 94-jährigen Raúl Castro einleiten.

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