Jahrzehntelang war das Einfachauto Kult, nun soll die „Ente“ im modernen Gewand zurückkommen. Citroën hat eine Elektro-Neuauflage angekündigt. Beim Preis orientiert sich der 2CV am Original.
1990 lief die letzte vom Band, nun soll die legendäre „Ente“ als Elektroauto zurückkommen – und sie soll weniger als 15.000 Euro kosten. Das gab der französische Hersteller Citroën bei einer Investorenkonferenz in den USA bekannt. Es sei „eine Rückkehr in die Zukunft“, sagte Citroën-Chef Xavier Chardon.
Citroën gehört inzwischen zum Stellantis-Konzern. Der veröffentlichte einen kurzen Werbeclip zur Elektro-Ente und erklärte, das neue Auto solle die zentralen Eigenschaften haben, die den 2CV – so der eigentliche Name der „Ente“ – einzigartig gemacht hätten: Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, hohe Alltagstauglichkeit sowie eine unverwechselbare Persönlichkeit.
Grau und nur neun PS
Analysten und Journalisten konnten bereits einen Blick auf die Karosserie werfen, die dem Design des Originals nachempfunden wurde: eine gewölbte, geriffelte Motorhaube, ein Heck mit Fenster und Kofferraum in Schräglage, leicht hervorstehende Scheinwerfer. Der Öffentlichkeit wird die Elektro-Ente auf der Pariser Automesse im Oktober vorgestellt.
Der in Frankreich gebräuchliche Name 2CV ging ursprünglich auf die entsprechende Steuerklasse zurück, wurde aber umgedeutet als „deux chevaux“ (zwei Pferdestärken = PS). Tatsächlich hatten die ersten Modelle eine Motorleistung von neun PS und waren auch für damalige Verhältnisse günstig.
Citroën hatte den Wagen am 7. Oktober 1948 mit großem Aufsehen auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Ursprünglich gab es die „Ente“ nur in grau, später war sie in vielen Farben und mit höherer Motorleistung erhältlich. Die letzten 2CV liefen 1990 in Portugal vom Band. Hintergrund für das Aus waren verschärfte EU-Emissionsnormen.
